Willkommenskultur schaffen

Die Vertreter des Sulzbach-Rosenberger Ortsverbands von Bündnis 90/Die Grünen mit (von rechts) den Ortssprechern Karl-Heinz Herbst und Yvonne Rösel, Bundesvorsitzendem Cem Özdemir, Gaby Mutzbauer und Peter Eckert vom Ortsverband Auerbach. Bild: hfz
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
22.01.2015
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Voller Einsatz für den Klimaschutz, gegen Fracking und für eine tolerante Gesellschaft. So skizzierten die Bündnisgrünen ihre Standpunkte bei einem Treffen in Regensburg. Vertreter der Herzogstadt trafen dabei auch auf die Parteispitzen.

Zu einem Erfahrungsaustausch auf höchster Ebene besuchte der Ortsverband von Bündnis 90/Die Grünen Regensburg. Im historischen Salzstadel freute sich Hausherr Jürgen Mistol, Mitglied des Landtags und dortiger Stadtrat über knapp 400 Gäste und blickte auf das Ergebnis der dreitägigen Winterklausur der Landtagsfraktion zurück.

Im Mittelpunkt der Klausur sei das Thema Wasser gestanden, heißt es in einer Pressemitteilung. Besprochen worden seien der Schutz des Trink- und die Bedrohung des Grundwassers durch Fracking, aber auch ökologische Maßnahmen bei der Hochwasservermeidung.

Qualität des Wassers

Margarete Bause und Ludwig Hartmann zogen am Ende gemeinsam mit dem Grünen-Bundesvorsitzenden Cem Özdemir Bilanz. Hartmann, Fraktionsvorsitzender im Landtag, stellte dabei die Qualität der Gewässer in den Vordergrund. Er bemängelte, dass noch Verbesserungsbedarf bei bayerischen Flüssen und Seen herrsche und hinsichtlich der intensiven Düngung der Felder sogar langfristig mit einer Verschlechterung des Grundwassers zu rechnen sei.

Genereller Angriff

Neben Hartmann verurteilte Hauptredner Özdemir zunächst die Anschläge in Paris aufs Äußerste und sah hier einen Angriff auf die Meinungs- und Pressefreiheit und auf die Eckpfeiler der Demokratie.

"Europa ist ein Friedensprojekt! Aus diesen Gründen müssen radikale Ausschreitungen zu unser aller Sicherheit verhindert werden. Wichtig ist eine Willkommenskultur für Flüchtlinge, die vor untragbaren Verhältnissen wie Terror, Fanatismus, Folter oder Diktaturen geflohen sind. Solche Menschen sollten sich nicht bei uns mit einem Thema wie Pegida konfrontiert sehen", " unterstrich der Bundesvorsitzende der Grünen.

Am Ende hatten die Sulzbach-Rosenberger Gelegenheit, sich mit den Parlamentariern auszutauschen. Mit diesen konstruktiven Gesprächen und der Erarbeitung eines Positionspapiers über "Klimaschutz konsequent umsetzen - Fracking stoppen", startet Bündnis 90/Die Grünen mit der Ortsgruppe "gut aufgestellt" ins neue Jahr, hieß es abschließend.
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