Wirtschaftsministerin Ilse Aigner verteidigt CSU-Entscheidung zu Gebäudesanierung
Oppermann "unverschämt"

Klare Ansagen überbrachte die stellvertretende Ministerpräsidentin in Sulzbach-Rosenberg: "Vernünftiges Wirtschaften ist eine Kernkompetenz der CSU". Bild: Gebhardt
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
02.03.2015
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Charmant, aber bestimmt, höflich, aber nachdrücklich: Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner kann überzeugen. Als Rednerin beim CSU-Forum in Sulzbach-Rosenberg spannte sie am Sonntag den Bogen von Griechenland über Europa bis zur Maxhütte.

Dort steht der Hochofen, rostet mit Hallen und Anlagen seit zwölf Jahren vor sich hin. Das Bemühen um den Erhalt einiger Denkmäler kennt auch die Ministerin: Sie brachte eine Fördermöglichkeit ins Spiel, die sie prüfen will - einen neuen 200-Millionen-Topf zur Grenzlandstärkung. Ansonsten regte sie an, die Maxhütte auch als Filmkulisse besser zu vermarkten, ebenso die Region: "Das hätte neben der wirtschaftlichen auch positive Wirkung nach außen."

Der Koalitionspartner bekam von ihr einen kräftigen Rüffel: "Die Behauptung von SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann im Bundestag, die CSU hätte die energetische Sanierung von Häusern verhindert, ist eine Unverschämtheit. Wenn man als Gegenfinanzierung den Handwerker-Bonus streichen will, ist das unnötig und trifft den Falschen. Das haben wir unterbunden." Im Gegenzug verwies Aigner auf das geplante 10 000-Häuser-Programm der Staatsregierung mit Fördergeldern für private Ein- und Zweifamilienhäuser. Sie sollen intelligente Technik zur eigenständigen Energieversorgung erhalten.
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