Wohnen, arbeiten, einkaufen

Das MH-Gelände mit seinen knapp 47 Hektar ist nun neu ausgewiesen und ermöglicht vielfältige Nutzung. Bild: Gebhardt
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
12.10.2015
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Vom Industriegebiet zum Multi-Funktions-Areal: Das Maxhütten-Gelände kann nun in vielerlei Hinsicht genutzt werden. Die Stadt machte jetzt den Beschluss bekannt, der auf dem Gebiet künftig Gewerbe, Wohnen, Kultur, Einkaufen und auch Dienstleistungen erlaubt.

Den "Beschluss zur 13. Änderung des Flächennutzungs- und Landschaftsplans zur Neuordnung des Maxhütten-Geländes" hatte der Stadtrat am 28. April in öffentlicher Sitzung neu gefasst. Damit werden die bisher zu dem Bauleitplanverfahren bestehenden Beschlüsse aufgehoben, teilt die Stadt jetzt mit.

Die Voraussetzungen sehen jetzt anders aus: Statt der bisherigen Nutzung als Industriegebiet (GI) sollen künftig im Maxhütten-Gelände ein Allgemeines Wohngebiet (WA), ein Mischgebiet, ein Gewerbegebiet (GE) und Sonstige Sondergebiete für Einkaufszentren, Kultur, Tourismus und Dienstleistung ausgewiesen werden.

Knapp 50 Hektar Fläche

Die Gesamtfläche beträgt rund 46,7 Hektar. Der Änderungsbereich wird umgrenzt im Norden durch die Bahnlinie Nürnberg-Irrenlohe, im Osten durch die Grundstücke des Bebauungsplans Industrie- und Gewerbegebiet "Lohe I" sowie die Lohestraße (Staatsstraße 2040), im Süden durch die Europastraße (Kreisstraße AS 35), den Geh- und Radweg an der Europastraße, die Erzhausstraße und die sanierte Deponie "Schlackenberg" sowie im Westen durch die Ortsstraße An der Maxhütte, die westliche Abgrenzung des Wertstoffhofs, das Anwesen Spitzermühle, den Breitenbrunner Bach und die Frommstraße.

Diese neue Entwicklung hat eine Vorgeschichte: Bereits am 30. März 2004 beschloss der Stadtrat, den Flächennutzungs- und Landschaftsplan für die Neuordnung des Maxhüttengeländes zu ändern. "Wegen neuer Erkenntnisse und geänderter Nutzungsanforderung des Grundstückseigentümers ist eine Neufassung des Beschlusses in diesem Bereich erforderlich", heißt es in der amtlichen Bekanntmachung. Mit der Stilllegung des Hütten- und Stahlwerks im Jahr 2002 sei die schwerindustrielle Nutzung erloschen.

Neue Ordnung

Um einerseits die brachliegenden Gebäude und Flächen wieder nutzen zu können, andererseits die immissionsschutzrechtlichen Anforderungen an gesunde Wohn- und Arbeitsverhältnisse zu gewährleisten, muss das ehemalige Werksgelände hinsichtlich der Nutzungsarten neu geordnet und die städtebauliche Entwicklung und Ordnung sichergestellt werden - das ist das Ziel der jüngsten Änderung.

Negative Auswirkungen seien durch eine Neuordnung nicht zu erwarten, da eine industrielle Nutzung auf den Flächen des MH-Geländes, mit Ausnahme des Biomasse-Heizkraftwerks, ausgeschlossen werden soll, teilt die Stadt dazu mit. Es folgt eine Umweltprüfung, in der die Umweltauswirkungen ermittelt, beschrieben und bewertet werden.
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