Wortgefecht in Sachen Bahnausbau

Lokales
Sulzbach-Rosenberg
25.04.2015
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Der Besuch des bayerischen Innenministers Joachim Herrmann in Prag hatte beim SPD-Landtagsabgeordneten Reinhold Strobl den Eindruck erweckt, Herrmann wolle zugunsten einer neuen und schnelleren Bahntrasse von München nach Prag über Regensburg und Cham die Anbindung von Nürnberg über Schwandorf abkoppeln. Er bat im Kreistag, der Landrat möge sich im Innenministerium schriftlich für den Ausbau der Strecke über Amberg stark machen.

Der CSU-Landtagsabgeordnete Harald Schwartz sah allerdings keine Gefahr, dass der Innenminister sich gegen die Elektrifizierung der Strecke Nürnberg-Schwandorf stelle. Das habe der auch betont. Sowohl diese Verbindung als auch diejenige über Marktredwitz nach Tschechien würden in entsprechender Form für den Bundesverkehrswegeplan angemeldet. Der Bund entscheide dann streng nach Wirtschaftlichkeit, was eindeutig für die Schwandorfer Strecke spreche.

Als Schwartz Strobl vorwarf, hier nicht auf dem aktuellen Stand zu sein, ergab sich ein kurzes Wortgefecht, das Landrat Richard Reisinger mit dem Zwischenruf "ihr macht's mir hier aber nicht den Landtag auf!?" bereicherte.
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