Wünschelruten-Kurs auf reizvollem Terrain
Sensibilität gefragt

Nicht nur das angenehme bauhistorische Ambiente auf dem ehemaligen Herrensitz Weißenberg regte die Kursteilnehmer an. Acht Wasseradern durchziehen das Terrain, und die potenziellen Wünschelruten-Gänger machten sich auf die Suche nach ihnen. Bild: hfz
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
25.08.2015
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In historischer und uriger Umgebung auf dem auch Schloss genannten ehemaligen Herrensitz in Weißenberg gab es eine Praxisausbildung in der Rutentechnik. Das Ehepaar Kiecker unterwies eine Gruppe begeisterungsfähiger Menschen in dieser Fertigkeit. Angeboten und organisiert hatte diesen Kurs die AOVE.

Erdreich Kiecker wählte laut einer Presseinformation zur Einführung in die Thematik ein sprachliches Bild: "Wenn wir ein Vogel wären, sähen wir ein riesiges Wasserzeichen aus Wasseradern auf dem Areal des Schlosses." Sechs dieser von ihm ausgemachten Strömungen liefen nebeneinander, zwei würden diese Linien diagonal durchqueren.

Bei genauerem Hinsehen und -fühlen könne ein geübter Rutengeher sogar unterschiedliche Verlaufsrichtungen und Tiefen ausmachen. Diese Wasserader-Struktur wollte die Gruppe mit ihren Ruten bestätigen. Auf den seit Urzeiten gleich verlaufenden Wasseradern stehen heute hochgewachsene Apfelbäume mit kunstvoll gedrehten Stämmen.

Diese Variante ergebe sich durch den Wuchs genau auf den Wasseradern, erläuterte Hannelore Kiecker. Weitere Faktoren seien daneben aber auch der Boden und das Klima. Ungewöhnlich nahe beieinanderliegende Ameisenvölker begründete Erdreich Kiecker damit, dass sich die Insekten-Krabbler bevorzugt an den Kreuzungen von Wasseradern niederließen und sich an dieser Stelle offenbar zwei Kreuzungen in relativer Nähe befänden.

Die aufmerksam mitmachende Gruppe war am Ende dieses Praxisseminars reichlich erstaunt darüber, dass sich diese und weitere Erkenntnisse mit der Wünschelrute in dem kleinen Stückchen Schlosspark von Weißenberg erlangen ließen.
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