Wurzeln bis zum hohen Norden

1. Bürgermeister Michael Göth mit Kapitänleutnant Karl Malucha (Mitte) beim Festakt im Rathaus zusammen mit den "Patenkindern" von der Sulzbach-Rosenberg, Altbürgermeister Gerd Geismann (vorne, Dritter von links) und den Vertretern des Stadtoberhaupts, Günter Koller und Hans-Jürgen Reitzenstein (hinten links).
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
12.10.2014
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Die Verbindung einer ganzen Stadt mit einem vergleichsweise kleinen Boot der Bundesmarine ist schon etwas Besonderes. Die während dieser 50 Jahre entstandenen Freundschaften sind dabei das Sahnehäubchen. Bei einem Festakt durfte das Jubiläum nun kräftig gefeiert werden.

"Die Patenschaft mit Sulzbach-Rosenberg wird auch von unserer Seite gelebt, und ich schätze die partnerschaftlichen, freundschaftlichen und persönlichen Beziehungen, die aus dieser Patenschaft gewachsen sind". Mit diesen Worten, bekräftigte Kapitänleutnant Karl Malucha die enge Verbindung beim Festakt zum 50-jährigen Bestehen der Patenschaft. Zunächst galt der Kontakt dem Minensuchboot "Schütze" und seit knapp 20 Jahren der "Sulzbach-Rosenberg".

Stempel und Karten

Im Foyer des Rathauses hatten sich die Briefmarkenfreunde mit Sonderstempel und Briefmarken postiert, und im vollen historischen Rathaussaal herrschte eine gute Stimmung: Viele Ehrengäste und die engagierten Vereine aus Sulzbach-Rosenberg zeigten Präsenz bei diesem Fest, das Jugendliche der Städtischen Sing- und Musikschule unter Leitung von Steffen Weber hervorragend begleiteten.

Stadtoberhaupt Michael Göth läutete mit einer Schiffsglocke die Würdigung dieser langjährigen Patenschaft ein. Er freute sich, dass sich die anfängliche Hoffnung auf eine enge und dauerhafte Freundschaft zwischen der Besatzung der "Schütze" und der Herzogstadt unter Bürgermeister Hans Göth bis heute erfülle - auf vielfältigen Ebenen, die über gegenseitige Besuche und Wertschätzung hinausgehen.

Dauerhafte Verbindung

Der Bürgermeister blickte auf die Anfänge dieser Beziehung zurück, die mit dem Stadtratsbeschluss vom 28. Juli 1964 manifestiert wurde. Aus dieser Verbundenheit habe sich eine dauerhafte Freundschaft zwischen den Seeleuten und den Bürgern der Herzogstadt entwickelt. In seiner Rückschau skizzierte Michael Göth verschiedene Erlebnisse und Erfahrungen aus den gegenseitigen Besuchen, die die standfesten Wurzeln dieser Verbindung geworden seien.

Nach weit über 25-jährigem Einsatz wurde das Minensuchboot "Schütze" der Bundesmarine außer Dienst gestellt - auch bei der letzten Fahrt war eine Delegation der Stadt mit vor Ort. Die Patenschaft sei in den 90er Jahren mit dem Minenjagdboot "Sulzbach-Rosenberg" fortgeführt worden, das von Monika Geismann im Mai 1995 getauft worden sei. Zur feierlichen Indienststellung des neuen Bootes 1996 war eine zwölfköpfige Delegation unter Federführung des damaligen Bürgermeisters Gerd Geismann ebenfalls dabei.

Viele gegenseitige Besuche mit kulturellem und geselligem Hintergrund festigten diese Beziehung, und so hieß 1998 der Kommandant die Gäste aus der Herzogstadt mit "dieses Boot ist genauso euer Boot wie unseres oder meins" willkommen.

Seit 1964 hätten bis jetzt 26 Kommandanten für das Boot verantwortlich gezeichnet, in diesem Zeitraum waren und sind in der Herzogstadt nur drei Bürgermeister im Einsatz. Die sehr herzliche Aufnahme an Bord sei ein besonders beeindruckendes Erlebnis, so Göth weiter, der sich bei Vereinen wie den "Rosenberger Kirwaleuten" oder der Feuerwehr bedankte. Abschließend hoffte der Bürgermeister auf einen sehr langen Bestand dieser Patenschaft und wünschte "allzeit eine gute Fahrt und immer eine Handbreit Wasser unterm Kiel". (Zum Thema)
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