Zahl der Betriebe deutlich gesunken - Die meisten Mastschweine gehen an Metzger
Die Spuren des Strukturwandels

Die Tätigkeit des Schweineprüfrings hat sich gelohnt, fanden (von links) 2. Vorsitzender Georg Dotzler, die Beiräte Georg Jäger und Stefan Schmid, Sulzbach-Rosenbergs Bürgermeister Michael Göth, Vorsitzender Herbert Pilhofer, Landrat Richard Reisinger, Beirat Robert Zagel und Ehrenvorsitzender Heinrich Hubner. Bild: bt
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
07.02.2015
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Der Schweineprüfring Amberg-Sulzbach konnte den Strukturwandel nicht verhindern, erreichte aber trotzdem einiges für die Mitglieder in Bezug auf die Preise. Diese Bilanz zogen die Verantwortlichen bei der Jahresmitgliederversammlung im Gasthaus "Zu den sieben Quellen" in Breitenbrunn (Sulzbach-Rosenberg).

Um ein Überleben der Landwirtschaft zu sichern, sei eine gesellschaftliche Akzeptanz erforderlich, machte Gerhard Stadler, niederbayerischer Bezirkspräsident des Bayerischen Bauernverbandes, deutlich.

Damit die Verbraucher die Tätigkeit in der Landwirtschaft für gesunde Nahrungs- und Lebensmittel mehr schätzen, sollte verstärkte Aufklärung stattfinden, riet Landrat Richard Reisinger. Der Prüfring sei ein freiwilliger Zusammenschluss von Landwirten mit dem Zweck, die Veredelungswirtschaft auf dem Gebiet der Schweinehaltung durch rentable und marktgerechte Erzeugung von Schlachttieren einheitlicher und bester Qualität zu fördern, blickte Vorsitzender Herbert Pilhofer auf die Gründung vor 50 Jahren zurück. Diese Aufgabe bestimme heute noch die tägliche Arbeit des Verbandes. Der Strukturwandel habe Spuren im Landkreis hinterlassen: Von 65 organisierten Betrieben mit 1420 Masttieren im Jahr 1964 waren 2014 noch 14 Betriebe mit 6800 Masttieren übrig. Nur sieben gehören laut Pilhofer dem Schweineprüfring an.

In der Oberpfalz wurden rund ein Viertel der Mastschweine von den Züchtern an Metzger verkauft, gab Fachberater Franz List vom Fachzentrum für Schweinehaltung am Landwirtschaftsamt Schwandorf bekannt. Rund 30 Prozent gingen an den Handel, 20 Prozent an Erzeugergemeinschaften. Neben der eigenen Aufzucht (24 Prozent) wurden über die Hälfte der Ferkel von der Ferkel-Erzeugergemeinschaft erworben.

Bei den Wahlen wurden Georg Jäger (Langenwies), Stefan Schmid (Gailoh) und Robert Zagel (Gaisheim) als Beisitzer in den Vorstand des Schweineprüfrings entsandt. Den Schweineprüfring in der Ferkelerzeugung Oberpfalz vertreten Herbert Pilhofer und Stefan Schmid.
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