Ziel: Wohngruppe für Flüchtlinge

Ein interessantes Gespräch führten (von links) Bürgermeister Michael Göth, Andrea Rausch und Anna Szymczak über die Arbeit des Jugendmigrationsdienstes Sulzbach-Rosenberg. Bild: Gebhardt
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
18.04.2015
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Die Bedeutung der Integration von Spätaussiedlern, Flüchtlingen und Asylbewerbern ist unbestritten. Die Erkenntnis reicht aber nicht. Es braucht Organisationen und Menschen, die nicht nur reden, sondern handeln. Der Jugendmigrationsdienst gehört dazu.

Wenige wissen, was der Jugendmigrationsdienst des Christlichen Jugenddorfs Deutschland (CJD) alles leistet. Um dieses Defizit abzubauen, informierten Leiterin Anna Szymczak und Stellvertreterin Andrea Rausch Bürgermeister Michael Göth, der Unterstützung zusicherte. "Die Integrationsarbeit des CJD ist von unschätzbarem Wert."

Kompetenz als Ziel

Die Aktivitäten gründen sich in erster Linie auf Projektarbeit, erläuterte Diplomsozialpädagogin (FH) Anna Szymczak bei der Vorstellung. So sei der Jugendmigrationsdienst Bündnispartner im bundesweiten CJD-Projekt "Ich bin Kunst", das bis 2017 mit dem Programm "Kultur macht stark - Bündnisse für Bildung" gefördert werde. 2013 nahmen rund 200 Kinder und Jugendlichen teil.

Ziel dieser Kurse sei die Stärkung der fachlichen, kreativen und sozialen Kompetenz. Ebenfalls sollen die Teilnehmer zu einer besseren Kommunikations- und Teamfähigkeit und einer Kooperationsbereitschaft befähigt werden. Auch werde interkulturelle Kompetenz angestrebt.

Kinderkunstakademien fanden dazu in den Pfingst- und Sommerferien statt. "Bei allen Aktivitäten spielt Gruppenarbeit eine entscheidende Rolle". Für 2015 sei ein entsprechender Förderantrag gestellt worden. "Ein Genehmigungsbescheid liegt noch nicht vor, so dass das Projekt gefährdet ist", bedauerte Anna Szymczak.

Um in der Gesellschaft anzukommen und anerkannt zu sein, sei der berufliche Werdegang von großer Bedeutung. Da es bei den Bewerbungsgesprächen immer wichtiger sei, wie man sich präsentiert, bot der JMD zusammen mit den Wirtschaftsjunioren dazu eine Veranstaltung an. Die Arbeit mit Migranten könne keine Organisation allein bewältigen. Deshalb arbeite der CJD-Jugendmigrationsdienst sehr eng mit anderen Initiativen im Interkommunalen Bündnis für Migration und Integration in der Stadt Amberg und im Landkreis zusammen, betonte die stellvertretende Leiterin Dipl.-Soz.Päd. (FH) Andrea Rausch.

Sulzbach Vorreiter

Vorreiter dieser Einrichtung war die Stadt. Durch die Schaffung eines positiven Klimas und Miteinanders zwischen Einheimischen und Zugewanderten solle Sensibilisierung erreicht werden. "Kulturelle Verschiedenheit ist kein Gegensatz, sondern Bereicherung." Als Unterstützung wurde ein ehrenamtlicher Dolmetscher-Pool ins Leben gerufen (im Aufbau). Anfang 2015 wurde in Amberg eine CJD-Wohngruppe für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, das "Haus Meilenstein", geschaffen. Positiv wäre es, in Sulzbach-Rosenberg eine weitere Wohnung einzurichten, wünschte sich Anna Szymczak.
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