Zitrone statt Champagner

Ab geht die Post - fast wie die ersten Läufer, die Sulzbach-Rosenberg durchquerten.
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
29.06.2015
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Seit 39 Jahren gibt es das Altstadtfest in Sulzbach-Rosenberg, seit 29 Jahren den Stadtlauf. Eigentlich seit 30 Jahren - denn angefangen hat alles schon ein Jahr früher mit einem Lauf der Briefträger.

Aus dem Bereich der damaligen Oberpostdirektion sollen die Briefträger um die Wette gelaufen sein, erzählt Organisator Ernst Schleicher. Daraus entstand die Idee des Stadtlaufes.

Tobias Plößl hat sich erst am erst am Sonntagmorgen entschieden, bei der 29. Auflage mitzumachen. Aber es war eine gute Entscheidung, meinte er nach dem Zieleinlauf, wo sich die drei Erstplatzierten Tobias Plößl, Jürgen Mauritz und Christian Koch mit einem Becher Zitronensaft zuprosteten, als sei es bester Champagner. Zum Zieleinlauf nach drei Runden hatte Tobias Plößl einen schönen Vorsprung gegenüber dem Vorjahressieger Jürgen Mauritz.

Bilder von Hubert Ziegler


Es war über die gesamte Laufstrecke von 8,5 Kilometer immer ein packendes Rennen entlang der Schlossallee, durch enge Gässchen und vor allem dem steilen Fuchsbeckstutzen als Wadlbeißer für alle gewesen, das sich Vorjahressieger Jürgen Mauritz, Tobias Plößl, Roland Rigotti vom TSG 08 aus Roth, Christian Koch vom CIS Amberg und Siegfried Haas, angefeuert von Hunderten von Zuschauern über weite Teile des Laufes geliefert haben. Schnellste Damen war Inge Behringer von der LSG Edelsfeld vor Nicole Gundel vom ASC Boxdorf.

"Bei jedem Stadtlauf steigt mein Blutdruck auf über 200", sagt Ernst Schleicher, der zusammen mit Heiner Lederer für die Veranstaltung verantwortlich zeichnet. Dazu gesellt sich noch Oberschiedsrichter Horst Ziesmann. Und entgegen anderen Aussagen überlegen sie es sich, auch noch die 30. Auflage des Stadtlaufes zu organisieren. "Es hat nie Probleme gegeben und es hat trotz viel Arbeit immer Spaß gemacht."

Das Gute im Menschen

Lauf-Methusalem Heiko Backofen findet es sehr bedauerlich, dass die Resonanz bei den Teilnehmern immer mehr zurückgeht und hält sich da nicht zurück, für ihn ist die Teilnahme an den Landkreiscup-Läufen schon fast Pflicht: "Da schließe ich auch die Vereine nicht aus, denn Ausrichter für Wertungsläufe werden ja händeringend gesucht. Ich glaube jetzt mal an das Gute im Menschen, dass sich da in den nächsten Jahren was tut."

Auch wenn er nicht mehr mitläuft, ist Georg Roth von den Ebermannsdorfer Hobbyläufern eine anerkannte Persönlichkeit in der Laufszene. Unter seiner Federführung werden sich die Ebermannsdorfer darum kümmern, dass die Gesamtsiegerehrung am Freitag, 2. Oktober, in der Ebermannsdorfer Schulaula stattfindet.

Letzte Chance

Die letzte Chance um Wertungspunkte für die Landkreiscup-Wertung zu erzielen, ist die 12. Amberger Running Night am Samstag, 11. Juli. Insgesamt waren beim 29. Stadtlauf in Sulzbach Rosenberg 322 Teilnehmer am Start: 135 Bambini, 71 Schüler, 13 Jugendliche, 31 Damen und 72 Herren.
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