Zukunftsweisende Entwicklung und Stärkung der Bildungsstruktur im Landkreis
Professionelle Bildungslandschaft

Lokales
Sulzbach-Rosenberg
23.10.2015
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Im Rahmen des Projekts "Bildung integriert" sollen im Landkreis Amberg-Sulzbach wertvolle, vereinzelte Strukturen im Bildungsbereich institutionalisiert und zusammengeführt werden.

Wie genau das aussehen soll, erklärten Bildungsmanagerin Julia Wolfsteiner und VHS-Leiter Manfred Lehner dem Amberg-Sulzbacher Landrat Richard Reisinger bei einem Gespräch im Landratsamt. Ziel ist es demnach, ein kommunales Bildungsmanagement mit valider Datenbasis aufzubauen und zu verstetigen.

Ganzheitlicher Ansatz

Durch den Bewerbungsprozess zur Bildungsregion wurde eine Vielzahl guter Projektideen generiert, die nun laut Julia Wolfsteiner strategisch durch entsprechende Verantwortliche umgesetzt werden müssen. Was bisher fehlte war eine Anlaufstelle, eine strukturelle und wissenschaftliche Begleitung, die zum einen die Netzwerke, Konzepte und Maßnahmen in der Bildungslandschaft strategisch steuert und zum anderen eine Art Motor für die Bildungsarbeit in der Region darstellt, so die Bildungsmanagerin. Sie wird künftig diese Aufgaben übernehmen, die bisherige projektorientierte Arbeitsweise koordinieren und in feste Strukturen bringen.

Genau hier setzt das Projekt "Bildung integriert" an: Es liefert die erforderlichen Daten für die verschiedenen Arbeitsfelder im Bereich "Lebenslanges Lernen" und schafft Strukturen, in denen alle Bildungsakteure, von den Verantwortlichen der Kindergärten bis hin zum Seniorennetzwerk, erfolgreich miteinander arbeiten können. Ein zweiter Schwerpunkt ist die Erfassung von bildungsbezogenen Daten. Bisher fand eine datengestützte Bilanzierung von Rahmenbedingungen, Verlaufsmerkmalen und Ergebnissen von Bildungsprozessen nur sehr spärlich und auf informellem Weg statt.

Die Bildungseinrichtungen im Landkreis, aber auch die Politik brauchen für eine fundierte Bildungsarbeit jedoch ein entsprechendes Monitoring als Grundlage für bildungspolitische Entscheidungen. Deshalb soll künftig eine verbindliche Kooperation zwischen Bildungseinrichtungen und -akteuren, zwischen hauptamtlich in Pädagogik, Wissensvermittlung, Kultur und Verwaltung Tätigen, den politisch Verantwortlichen, den ehrenamtlich Engagierten und den interessierten Bürgern aufgebaut werden, so Wolfsteiner.

Zusammenfassend sieht sich der Landkreis Amberg-Sulzbach laut Landrat Richard Reisinger als Impulsgeber für die Bildungsentwicklung in der Region und möchte mit der Teilnahme an dem Projekt "Bildung integriert" in einem ganzheitlichen Ansatz ein kommunales Bildungsmanagement und -monitoring aufbauen und die in der Bildungsregion entwickelten Ideen und Konzepte weiterführen und ausbauen. "Mit diesem Projekt können wir die Ergebnisse der Bildungsregion optimal strategisch steuern und auswerten", blickt der Landkreis-Chef positiv in die Zukunft.

50 Prozent Förderung

Das Vorhaben wird seit dem 1. September im Rahmen des Programms "Bildung integriert" für drei Jahre vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und dem Europäischen Sozialfonds der Europäischen Union mit einer Förderquote von 50 Prozent gefördert.
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