Zwei Berufsintegrationsklassen mit jungen Flüchtlingen zu Besuch bei Bürgermeister Michael Göth ...
Nach halbem Jahr klappt Deutsch ganz gut

Zum Erinnerungsfoto mit Stadtoberhaupt Michael Göth (Dritter von rechts) stellten sich die jungen Flüchtlinge sowie ihre Begleiter und Betreuer vor dem Rathaus auf. Bild: Royer
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
28.11.2015
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Wie funktioniert die Stadtverwaltung? Was macht eigentlich der Bürgermeister? Und wer sind denn die alten Männer auf den Bildern im Rathaussaal? All das waren Fragen, die sich 35 junge Flüchtlinge stellten. Sie waren mit Betreuern und Begleitern, darunter Oberstudiendirektor Bernhard Kleierl und Inna Lehnerer, am Freitag zu Besuch bei Stadtoberhaupt Michael Göth, der gerne Auskunft gab.

Sprache und Findung

Überrascht zeigte sich der Rathauschef von den guten Deutschkenntnissen, mit denen die jungen Besucher beim Gespräch glänzten. Dies sei nicht zuletzt ein Verdienst der beiden Integrationsklassen am Staatlichen Berufsschulzentrum, in denen die Flüchtlinge in Zusammenarbeit mit dem Kolping-Bildungswerk betreut werden. Schwerpunkte werden dabei auf Berufsfindung und die deutsche Sprache gelegt.

Ein Großteil der zwischen 14 und 21 Jahre alten Flüchtlinge stammt aus Afghanistan, einige Syrer sind auch darunter. Sie zeigten sich im Gespräch mit Bürgermeister Michael Göth sehr wissbegierig und lernbereit. Bemerkenswert war auch der gute Kenntnisstand über die Stadtgeschichte und die Aufgaben der Verwaltung. Touristikerin Kerstin König wartete zusätzlich mit Informationen über das Rathaus und die Historie der Kommune auf. Wie Oberstudiendirektor Bernhard Kleierl am Rande bemerkte, setze Bayern die Anstrengungen in der Bildungsarbeit für junge Asylbewerber und Flüchtlinge weiter fort. Im laufenden Schuljahr sei die Zahl der Berufsintegrationsklassen in einem zweijährigen Vollzeitmodell deutlich ausgebaut worden. Im Freistaat besuchten zum Ende des Schuljahres 2014/15 rund 4500 junge Menschen diese Klassen an Berufsschulen. Bei den Berufsintegrationsklassen handelt es sich um ein bundesweit anerkanntes Angebot, bei dem der Spracherwerb mit einer Berufsvorbereitung verknüpft wird. Das Kultusministerium habe durch weitere Lehrstellen eine Anhebung auf 440 Berufsintegrationsklassen möglich gemacht. (Angemerkt)
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