Zwei bringen sich jetzt ein

Die Diplom-Ingenieure Matthias Sommer für Umwelttechnik (links) und Harald Wirth für Verfahrenstechnik wünschen sich jetzt, dass sich noch viele Interessierte beteiligen, um die Bürgergenossenschaft bald aus der Taufe heben zu können. Bild: Royer
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
16.10.2015
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Der Stadtrat sah bereits die positiven Effekte einer Bürgergenossenschaft. Sie sollte aber nicht einfach aus der Not geboren, sondern mit einem Projekt verknüpft werden. Die Suche richtete sich zunächst nach einem Kopf, der Verantwortung übernimmt. Jetzt haben sich zwei Interessenten gemeldet, die einen solchen Zusammenschluss mit schultern könnten.

Bürgerenergiegenossenschaften bieten Menschen die Möglichkeit, zur Energiewende und zum Klimaschutz beizutragen. Sie bieten ferner Anlage- und Investitionsmöglichkeiten in lokale und regionale Energieprojekte.

Vor Stadtrat geworben

Dies war der Grund, warum Klimaschutzmanager Vincent Clarke in der August-Sitzung des Stadtrats dafür warb und aufforderte, dass sich Akteure aus der Bevölkerung zusammenfinden und auf eine Gründung hinarbeiten. Dies motivierte jetzt zwei Sulzbach-Rosenberger dem Aufruf zu folgen. Harald Wirth (52) und Matthias Sommer (30) suchten das Gespräch mit dem Klimaschutzmanager. Die beiden Männer haben einen technischen Hintergrund, sprudeln nur so vor Ideen und sind nun als erste Akteure zur Vorbereitung der Genossenschaft aktiv.

Im SRZ-Gespräch skizzierten sie, wo sie sich einbringen könnten. Zunächst machten sie deutlich, dass zum Gelingen einer Bürgergenossenschaft unbedingt noch eine Führungskraft mit juristisch-kaufmännischer Prägung gehöre.

In Viehberg begeistert

Auf der Projekt-Seite könnten sie sich die Umsetzung einer Nahwärmeversorgung der Altstadt und kommunaler Liegenschaften mittels Hackschnitzelheizkraftwerk vorstellen. Als gelungenes Beispiel nannten sie hier eine gleich gelagerte Maßnahme in Viehberg, von der die Bürger begeistert seien. Auch auf der Photovoltaik-Schiene sehen beide noch Potenzial im Stadtgebiet.

Sommer und Wirth bringen auch die Kontakte zur Hochschule in Amberg oder eine mögliche Zusammenarbeit mit Fraunhofer ins Spiel. Sie können sich sehr gut vorstellen, dass durch verschiedene Projekte die heimische Wirtschaft gestärkt, die Umwelt geschützt und die lokale Wertschöpfung ausgebaut werden. Da eine feste Gründung, neben einem ersten Projekt, auch wirtschaftliche und organisatorische Vorbereitung benötigt, sucht Vincent Clarke weitere Akteure, die Ideen und Unterstützung einbringen.

Berichte aus der Praxis

Im nächsten Schritt sind Veranstaltungen mit Berichten von laufenden Bürgerenergie-Genossenschaften geplant. Damit will der Klimaschutzmanager aufzeigen, wie die Genossenschaften entstanden sind, welche Projekte sie organisiert und welche Vorteile sie vor Ort erzeugt haben.

Wer zur Gründung einer Bürgergenossenschaft beitragen will, kann sich bei Vincent Clarke unter vincent.clarke@sulzbach-rosenberg.de oder 09661/510-214 melden.
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