Zwei Felder verhärten Fronten

Von der CSU wurde ein Standort für die beiden Volleyballfelder im Bürgerpark beim Abenteuerspielplatz vorgeschlagen.
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
19.02.2015
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Das Thema darf nicht zur unendlichen Geschichte mutieren, denn es geht um die Freizeit-Bedürfnisse der jungen Leute. Und die sollen doch in der Herzogstadt bleiben. Warum gerieten also zwei geplante Beachvolleyballfelder wieder zum Zankapfel im Jugendausschuss? Nach langer Diskussion verhärteten sich die Fronten. Zum Glück bleibt ein Türchen offen.

Ursprünglich hätte im alten Stadtbad ein Mehrgenerationenpark entstehen sollen, so sah es zumindest ein Antrag von SPD-Fraktionssprecher Achim Bender vor. Mit Tischtennisplatte, zwei Beachvolleyballfeldern und einem Streetballplatz wären Jugend, Erwachsene und Senioren - das Kneippbecken, der Fuß-Erlebnisweg und die vielgenutzte Bolzfläche schließen unmittelbar an - sicher zusammengeführt worden.

Von der Umweltbehörde am Landratsamt kamen für diese Planung ein Veto beziehungsweise Auflagen wegen eventueller Lärmbelästigungen. Übrig blieb dann eine reduzierte Variante mit lediglich zwei Beachvolleyballfeldern auf drei Alternativstandorten nordwestlich und südöstlich des besagten Bolzplatzes.

Standort fraglich

Im Jugendausschuss entbrannte nun darüber erneut eine Diskussion - nicht über die beiden Beachvolleyballfelder an sich, sondern über den vorgesehenen Standort und die begleitende Ausstattung mit Parkplätzen und WC.

Stadtbaumeisterin Petra Schöllhorn informierte, dass der Bau einer Beachvolleyballanlage zwischen Bolzplatz und Schrebergärten möglich wäre. Zugänglich sollte der Bereich für jedermann sein, nutzbar wäre er von 13 bis 20 Uhr. Kosten ermittelte die Verwaltung in Höhe von 47 000 Euro (Stand Januar 2013). Eine Umzäunung und die Gehwegverlegung sind hier nicht enthalten. Nach Aktualisierung der Kosten könnte mit der Umsetzung noch im Herbst begonnen werden, erklärte Schöllhorn.

Für die CSU begrüßte Dr. Patrick Fröhlich das Ansinnen, zwei neue Beachvolleyballfelder zu schaffen. Lediglich der Standort kam für ihn nicht infrage. Er sah die Anlage lieber in der Nähe des großen Spielplatzes beim Bahnhof im Bürgerpark, da dort bereits ein WC und ausreichend Parkplätze vorhanden seien.

Für alle Altersgruppen

Achim Bender wollte eine Anlage für alle Altersgruppen im alten Badgelände, gerade wegen Bolzplatz und Kneippbecken. "Wenn jetzt ein neuer Standort gesucht wird, gehen die Planungen wieder von vorne los, alles wird weiter verzögert und die Kosten für die Stadt steigen." Außerdem sah der Sozialdemokrat mit einem Standort im Bürgerpark auch dessen ökologische Funktion beeinträchtigt.

Peter Bruckner (FWU) sperrte sich nicht gegen die Sportanlage, bemängelte aber den seiner Meinung nach laxen Umgang mit der Kostenermittlung: "Das ist sehr locker rausgeschrieben und nicht richtig durchdacht." Seiner Meinung nach müsse das ganze Vorhaben schon aus finanziellen Überlegungen nochmals durchdacht werden, um dann den richtigen Standort zu finden.

Fast eine Stunde lang tauschten die Stadträte gegensätzliche Meinungen aus. Zur Ergebnisfindung unterbrach der Bürgermeister die Sitzung. Aber auch nach der Pause blieben die Fronten verhärtet. CSU, FWU und FDP/FWS wollten die Lösung im Stadtbad nicht mittragen, SPD und Grüne dagegen schon.

Bürgermeister Michael Göth stand nun vor dem Dilemma, über den Antrag abstimmen zu lassen - der aufgrund der Mehrheitsverhältnisse sicher durchgefallen wäre - oder auch den Standort beim großen Bürgerpark-Spielplatz prüfen zu lassen.

Bedenken angemeldet

Obwohl schon Rechtsdirektor Harald Mizler, Stadtbaumeisterin Petra Schöllhorn, Wirtschaftsförderer Jürgen Winter und Kulturamtsleiter Fred Tischler für die Variante im Park Bedenken anmeldeten, gab der Rathauschef eine Prüfung des von der CSU geforderten Platzes in Auftrag. Die entsprechenden Informationen und Ergebnisse gehen den Stadträten zu. Diesem Vorschlag folgte das Gremium einstimmig.
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