Zwei treffsichere Monarchen

Lokales
Sulzbach-Rosenberg
30.09.2014
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Im Mittelalter mussten die Bürger im Waffengebrauch geübt sein, um ihre Städte zu verteidigen. Heute pflegen Schützenvereine diese Tradition. Mit regelmäßigem Training werden Erfolge erreicht - wie bei der Stadtmeisterschaft der Feuerschützen: Die Bürger trafen ins Schwarze.

Zwei Wochen lang wurde geschossen im Schützenheim am Lindhofweg, auf Sportpistolen, Kleinkalibergewehren und Luftgewehren. Dann standen die Sieger der Stadtmeisterschaft der Königlich-Privilegierten Feuerschützengesellschaft 1433 Sulzbach (FSG) fest.

Es gab deren viele in den einzelnen Disziplinen, und es gab zwei Könige: Josef Halemba als Stadtkönig der Bürger und Josef Scheffmann, den Stadtkönig der Schützen. Mit Pokalen, Medaillen und Urkunden wurden bei der Proklamation die Bestleistungen honoriert.

Seit dem Jahr 1970, erläuterte Oberschützenmeister Herbert Bauer, werden die Stadtmeisterschaften der Feuerschützen ausgerichtet. Die 179 Frauen, Männer und Schüler, die in diesem Jahr am Wettbewerb teilnahmen, teilen sich auf in 70 Angehörige der Bürger- und 109 der Schützenklasse.

Viele Firmen dabei

Während letztere aus den sechs Schützenvereinen der Stadt kamen, zeigte sich die Mannschaft der Bürger bunt gemischt. Es waren vor allem Firmen vertreten wie Stahlgruber und RUAG, Parteimitglieder und auch die Kirwaleit Rosenberg. Auch Bürgermeister Michael Göth hatte sein Glück versucht, großen Beifall bekam er aber vor allen Dingen als Spender einer der Königsscheiben.

Göth rühmte die Feuerschützen als den ältesten Verein der Stadt und auch den ältesten unter den Schützenvereinen. Mit dem Stadtratsschießen, dem Königsschießen der Zimmerstutzengesellschaft, den FSG-Stadtmeisterschaften und den bevorstehenden Kreismeisterschaften in Rosenberg "steht der Herbst ganz im Zeichen des Schießsports". Seinem Dank an die verantwortlichen Feuerschützen schloss sich auch Gauschützenmeister Wolfgang Moll an.

Moll hatte mit Herbert Bauer, 2. Sportleiter Alfred Birner und Schriftführer Wolfgang Rinner eine Mammutaufgabe vor sich, nämlich den Siegern auf den Plätzen fünf bis eins in allen Disziplinen, Anschlagsarten und Altersklassen zu gratulieren.

Frauen nach vorn

Dem Trend der Zeit entsprechend sind auch bei den Schützenvereinen die Senioren in der Mehrzahl, auffallend aber ist, dass auch aus den Klassen der Schüler Leistungen kommen, die aufhorchen lassen. Und erst die Frauen: "Erst hommas ihne glernt, etz schäissns uns weg", resümierte einer der männlichen Wettbewerber angesichts der besonderen Leistungen von Nicole Selendt und Inge Bauer von der CSU-Mannschaft auf Luftgewehr und Kleinkalibergewehr sowie etlichen anderen Vertreterinnen des schwachen Geschlechts.

Alles ohne Unfall

Die CSU stellte bei diesem Wettbewerb 32 Teilnehmer; Pokale und Medaillen "abgeräumt" haben aber auch die Betriebsmannschaften: Die Firma RUAG war mit 26 Teilnehmern dabei, Stahlgruber mit 33. "Es wurden herrliche Teiler geschossen und große Ringzahlen erreicht, und zum Glück ist alles ohne Unfall verlaufen", resümierte Herbert Bauer am Ende der Meisterschaft und der Königsproklamation zufrieden.

Bei Leberkäs und Krautsalat, garniert mit Anekdoten und Erinnerungen, ging die Königsproklamation 2014 zu Ende. Pokale, Medaillen und Urkunden werden die Schützengemeinschaft noch oft daran erinnern.
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