Bezirksvorsitzende der Frauen-Union, Barbara Lanzinger, plaudert aus dem Nahkästchen
„Angela Merkel ist zu bewundern“

Den Jubilarinnen der Frauen-Union gratulierten Vorsitzende Nicole Selendt (Fünfte von rechts), die Bundestagsabgeordnete Barbara Lanzinger und das Mitglied des Landtags, Harald Schwartz (Zweite und Dritter von rechts), 2. Bürgermeister Günter Koller (links) und Dr. Stefan Morgenschweis. Bild: hka
Politik
Sulzbach-Rosenberg
15.06.2016
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Gegen schwarz-rot-goldenen Patriotismus während der Fußball-EM sind die Grünen und kritisieren den nationalen Fahnenkult. Die Fahne hoch hält dagegen die Frauen-Union: Für langjährige Treue und die Bereitschaft, ihre politische Einstellung zu bekennen, ehrte sie zwölf Mitglieder.

Urkunden und langstielige Rosen für die Jubilarinnen, Kaffee und Kuchen für alle und das Kommen der Partei-Prominenz sprachen für den besonderen Anlass. Die Bundestagsabgeordnete und Bezirksvorsitzende der Frauen-Union, Barbara Lanzinger, ihr Kollege aus dem Landtag, Dr. Harald Schwartz, 2. Bürgermeister Günter Koller und der Fraktionsvorsitzende im Stadtrat, Dr. Stefan Morgenschweis würdigten in ihren Grußworten die Arbeit der Frauen-Union und ihr öffentliches Ansehen.

"Ich schaffe das"


"Aus dem Nähkästchen" plauderte Barbara Lanzinger, als sie beim Verhältnis CDU-CSU von "keiner einfachen Situation" sprach. Angela Merkel sei zu bewundern als unermüdliche Bittstellerin in ganz Europa für Lösungen des Flüchtlings-Problems. Dass in den Herkunftsländern mehr als bisher getan werden müsse, sei Voraussetzung für ein Gelingen, sei auch die vorrangige Aufgabe der Politik. Mit dem Appell "Wir gehören zusammen" rief sie zum Miteinander der Schwesterparteien auf, "um Wahlen zu gewinnen und Mandate zu halten." Und stellte klar, dass sie selber sich mit 62 Jahren nicht zu alt für eine weitere Periode im Bundestag fühle: "Ich schaffe das."

Schwartz hat die sofortige Hilfe für die Betroffenen der Flutkatastrophe imponiert. "Innerhalb von 24 Stunden hatten sie Geld zur Verfügung", lobte er, "so funktioniert der Staat." Ebenso erfreulich sehe er die Summe von 4,5 Milliarden Euro im bayerischen Nachtragshaushalt für die Flüchtlingshilfe. "Wir sind uns unserer humanitären Verpflichtung bewusst", sagte der CSU-Kreisvorsitzende - eine Belastungsgrenze aber müsse gezogen werden.

Druck auf Erdogan ausüben


Auf das Verhalten des türkischen Präsidenten Erdogan angesprochen, vertrat der Abgeordnete die Meinung, durch finanzielle Maßnahmen Druck auszuüben. Die Stellungnahme des Bundestagspräsidenten Lammert fand seine absolute Zustimmung. Auf eine Umfrage, die der CSU den Verlust der absoluten Mehrheit prophezeit, reagierte Schwartz gelassen: "Andere Umfragen kommen zu anderen Ergebnissen."

Abschließend wies Vorsitzende Selendt darauf hin, dass auch Männer der Frauen-Union beitreten können: in einer "fördernden Mitgliedschaft".

Wir gehören zusammen, um Wahlen zu gewinnen und Mandate zu halten.Barbara Lanzinger zum Verhältnis zwischen den Schwesterparteien CDU/CSU


Ehrungen40 Jahre Mitgliedschaft: Brigitte Beer und Hedwig Wittmann.

35 Jahre: Gertraud Reichenberger, Ingrid Zimmermann und Irmgard Herold.

30 Jahre: Inge Bertan.

25 Jahre: Heidi Unger und Ruth Kern.

10 Jahre: Christa Wagner, Anita Mölter, Barbara Frühling und Irmi Schaumberger. (hka)
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