CSU auf Ortstermin
Heimaterde vergessen?

Auf Initiative von 2. Bürgermeister Günter Koller (Zweiter von links) nutzten zahlreiche Bürger die Gelegenheit, mit den CSU-Vertretern die Probleme zu schildern. Bild: hfz
Politik
Sulzbach-Rosenberg
12.11.2016
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Zu einer regelrechten Bürgerversammlung geriet der Besuch von Günter Koller und der CSU-Stadtratsfraktion im Stadtteil Heimaterde. Rund 20 Bürger, darunter eine Abordnung des Hauses Rabenholz mit ihrem Heimsprecher, erwarteten die Christsozialen und den 2. Bürgermeister vor Ort.

"Abgehängt" und "im Niemandsland" war von den Bewohnern der Heimaterde zu hören. Sie verstehen darunter, dass ihr 1929 gegründeter Stadtteil nirgends als "Heimaterde" benannt ist - auf keinem Ortsschild und auch sonst nicht. Große Probleme gebe es deshalb nahezu täglich bei der Paketzustellung. Unverständlich sei auch der Hinweis am Ortsschild der Gemeinde Poppenricht, dass es nach Sulzbach-Rosenberg noch sechs Kilometer seien, obwohl unmittelbar nach dem Ortsschild das Gebiet der Stadt beginnt.

Eine enorme Gefahr gehe davon aus, dass es auf der Staatsstraße nach dem Ortsschild Poppenricht keine Geschwindigkeitsbeschränkung gebe. Zehn Einfahrten münden - zum Teil direkt von den Grundstücken - in die Staatsstraße. Gefordert werde von den Bürgern hier eindeutig eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf mindestens 70 Stundenkilometer sowie eine Querungshilfe bei den Bushaltestellen.

Gefährliche Straße


Letzteres unterstrichen vor allem die Bewohner des Hauses Rabenholz. Bereits mehrfach sei es hier zu brenzligen Situationen beim Überqueren der Straße und dem gleichzeitigen Beschleunigen der Fahrzeuge gekommen. Unverständlich war auch für die Anrainer, warum die Bushaltestelle nicht den Namen "Heimaterde" trägt.

Sanierungsbedürftig seien zum Teil auch die Randsteine, die auch schon mal von den Anliegern in Eigenregie ausgebessert worden sind. Da die Grenzlinie nach Poppenricht die Gartenmauern der jeweiligen Grundstücke sind, sollte auch "An der Rabenleite" der Gehweg durch die Kommune verlängert werden.

Warum nicht geräumt?


Das Räumfahrzeug fährt, wie von den Anwohnern berichtet, in der Rabenholzstraße "leer" durch, um am Ende eine kleine Steigung zu räumen. Ohne Absetzen der Schneeschaufel fahre es dann wieder zurück. Es dauere oft drei bis vier Tage, bis ein weiteres Fahrzeug komme und die Rabenholzstraße vom Schnee befreie.

2. Bürgermeister Günter Koller, der den Termin arrangiert hatte, und CSU-Ortsvorsitzender Dr. Patrick Fröhlich zeigten sich sehr angetan von der Identifikation der Bürger mit ihrem Stadtteil. Fraktionsvorsitzender Dr. Stefan Morgenschweis und die Stadträte sagten zu, die angesprochenen Probleme mit der Verwaltung zu besprechen beziehungsweise in den Stadtrat einzubringen.
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