CSU-Stadtratsfraktion informiert sich auf ehemaligem Maxhütten-Gelände über aktuellen Stand
Endlich handeln beim MH-Areal

Der Verantwortliche der Maxhütte Verwertungs- und Verwaltungs-GmbH, Bernhard Dobler (Dritter von rechts), erläuterte den CSUlern um Fraktionsvorsitzenden Dr. Stefan Morgenschweis (Fünfter von rechts) und Ortsvorsitzenden Dr. Patrick Fröhlich (rechts) die aktuelle Situation rund um das Maxhütten-Areal. Bild: hfz
Politik
Sulzbach-Rosenberg
25.10.2016
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Mehrere Anträge hat die CSU-Stadtratsfraktion bereits gestellt - in der nächsten Sitzung unternehmen die Christsozialen einen weiteren Anlauf. "Wir sind der Meinung, dass das Maxhütten-Areal endlich eine sinnvolle Folgenutzung erfährt. "Hier muss auch die Stadt dringend ihre Hausaufgaben erledigen."

Die CSU-Stadtratsfraktion hat sich mit den Verantwortlichen getroffen, um den Vorstoß von 2. Bürgermeister Günter Koller und Fraktionsvorsitzendem Dr. Stefan Morgenschweis zu begründen. In einer Pressemitteilung berichten sie über das Gespräch.

Sinnvolle Nutzung


Konkret gehe es um die Aufhebung des Denkmalschutzes für das Areal. "Viele Bereiche wurden bereits in den vergangenen Jahren rückgebaut. Hierzu zählen beispielsweise die Stranggussanlage S 32, der Hubbalkenofen oder die Walzgerüste", erläuterte der Vertreter der Maxhütte-Verwertungs- und Verwaltungs-GmbH (MHVV), Bernhard Dobler. Daher könne man von einer einheitlichen Produktionskette ohnehin nicht mehr sprechen. "Das gesamte Areal wäre aus finanzieller Sicht niemals erhaltbar gewesen."

Daher, so der Tenor der Mitteilung, sei die CSU der Ansicht, dass das Areal eine sinnvolle Folgenutzung erhalten müsse. Dazu wurde der Flächennutzungsplan bereits angepasst und die MHVV habe eine umfassende Nachnutzungsplanung erstellt. "Nun sind wir hier als Stadt gefordert, die Weichen zu stellen. Sowohl über Aufhebung des Denkmalschutzes als auch über den Rückbau entscheiden wir selbst. Wir müssen den Mut haben, in die Zukunft zu blicken. Der Geschichte von Stadt und Maxhütte werden wir mit einem verrostenden, verrottenden Areal am wenigsten gerecht", machte Ortsvorsitzender Dr. Patrick Fröhlich klar. Nur wenn es gelinge, hier die Geschichte lebendig zu halten und gleichzeitig Gewerbeflächen und anteilig Wohnbebauung zu ermöglichen, hätte man das Richtige getan.

Boden austauschen


Hier brachte Stadtrat Christian Steger auch den Umweltschutzaspekt ins Spiel. "Nach meinem Kenntnisstand ist im Bereich des Maxhüttenareals verunreinigter Boden vorhanden, der nicht nur versiegelt werden sollte, sondern zum Schutz des Grundwassers und damit von Natur und Mensch ausgetauscht werden muss - ein weiterer wichtiger Grund für einen Rückbau." Außerdem lasse sich auf diesem Areal ohne Rodung oder Flächenverbrauch eine Bebauung auf den Weg bringen.

Um Zukunft und Vergangenheit zu verbinden, solle nach Möglichkeit die Hochofenplaza erhalten werden, heißt es weiter im Text. "Damit würden wir Geschichte und Folgenutzung optimal verbinden", meinte Morgenschweis. Allerdings seien hierfür einmalige Mittel in Millionenhöhe nötig. Hinzu komme der laufende Unterhalt. "Dies können wir als Stadt gerade auch vor dem Hintergrund unserer Verschuldung nicht schultern." Hier gelte es, eine tragbare Lösung zwischen Eigentümer und Freistaat zu finden.
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