Die Angst hört nicht mehr auf

Auf einem Sack Reis sitzend, hält dieser Junge ein Dankeschön an Africa Luz in die Kamera. Die bei der Hilfsorganisation eingehenden Spenden kommen in Nepal dank des Engagements von Sher Kintzl-Bahadur Pariyar direkt bei den Hilfsbedürftigen an. (Bild: u)
Politik
Sulzbach-Rosenberg
18.05.2015
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Sofort als das verheerende Erdbeben in Nepal bekannt wurde, hatten Professor Dieter Dausch und seine Hilfsorganisation Africa Luz Deutschland zur Hilfe für die Bevölkerung aufgerufen. Inzwischen ist dokumentiert: Die Africa-Luz-Spenden kommen vor Ort an.

Davon konnten sich die Fernsehzuschauer in den vergangenen Tagen im ZDF-Heute-Journal und im 3-SAT-Auslandsjournal überzeugen. In ausführlichen Filmbeiträgen schilderten die Sender unter der Überschrift "Nepalesen helfen auf eigene Faust" die beispielhaften Aktivitäten von Sher Kintzl-Bahadur Pariyar.

Mit ihm, dem Vizepräsidenten von "Green Society Nepal", und seinem Adoptivvater Heinz Kintzl, dem Vorsitzenden von "Nepal-Hilfe Direkt", arbeitet Africa Luz seit Jahren eng zusammen. Dank ihrer Hilfe konnte man in Sauraha-Bachjauli im Royal-Chitwan-National-Park das "Kinderhaus Dr. Dausch" und ein Ambulatorium errichten. Es wird aktuell als Notfallkrankenhaus genutzt. Die Chitwan-Region ist von dem Beben nicht so stark betroffen. Das Dr. Dausch-Kinderhaus ist wie das Ambulatorium unbeschädigt geblieben. Dort hat man Kinder aus der weitgehend zerstörten Hauptstadt Kathmandu aufgenommen.

Das Fernsehteam um Lothar Becker begleitete Sher Kintzl-Bahadur Pariyar bei einigen von ihm organisierten Hilfstransporten in entlegene Bergdörfer rund um Kathmandu. Die Bewohner der zerstörten Dörfer hatten bisher vergeblich auf Hilfe durch internationale Organisationen oder gar durch den Staat gewartet. Aus Eigenmitteln und Spendengeldern - auch solchen von Africa Luz - kaufte Sher Pariyar Hilfsgüter und transportierte sie mit zwei Kleinlastwagen in die Bergdörfer.

Unter anderem kam man in das Bergdorf Sikre. Der Ortsvorsteher berichtete, dass sein Dorf 45 Häuser hatte. Alle 45 wurden zerstört. Acht Männer kamen ums Leben, alles Familienväter. Heinz Kintzl schreibt in einer E-Mail an Professor Dausch, dass man 500 Kilogramm Reis, 200 Kilo Linsen, 400 Kilo Salz und 100 Liter Öl zu den verzweifelten Menschen gebracht habe. Außerdem hatte man 100 Stück Hartplastik mit im Gepäck, um den Betroffenen den Bau von Zelten zu ermöglichen.

Wie Kintzl weiter schildert, sind die Menschen nicht nur wegen ihrer akuten Notlage und ihres Elends verzweifelt. Die nicht enden wollenden Nachbeben versetzen sie in Angst und Schrecken. Nach Aussage von Heinz Kintzl führen Sher Pariyar und sein Bruder Shiri die Hilfsaktionen vor Ort weiter durch. Um das möglich zu machen, braucht man dringend finanzielle Mittel.
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