Flüchtlingspolitik Thema beim Ortsverband der Grünen
Fairer Handel statt Freihandel

Politik
Sulzbach-Rosenberg
29.09.2016
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Fluchtursachen und nicht Geflüchtete bekämpfen: Dafür warb der Bundestagsabgeordnete Uwe Kekeritz bei seinem Auftritt im Capitol.

Der Sprecher für Entwicklungspolitik der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen war zu Gast beim Ortsverband seiner Partei, der darüber eine Pressemitteilung verbreitete.

Seit seinem Studium befasse er sich mit der Problematik von Flüchtlingen, sagte Kekeritz. Erfahrungen dazu habe er außerdem in seinen beiden Jahre als Entwicklungshelfer gesammelt. "Krieg, Hunger, absolute Perspektivlosigkeit und die Folgen der Klimakrise sind die Gründe, weshalb Menschen ihre Heimat verlassen müssen. Diese Fluchtursachen müssen wir wirksam bekämpfen", forderte er. Deutschland und Europa wies er dabei eine besondere Verantwortung zu. Ihre Politik der vergangenen Jahrzehnte habe wesentlich zu den Fluchtursachen beigetragen.

Nach Schätzungen befänden sich derzeit weltweit 65 Millionen Menschen auf der Flucht. "Nur ein sehr kleiner Teil von ihnen schafft es nach Europa und nach Deutschland. Der weitaus größte Teil findet Zuflucht in den Krisenstaaten selbst sowie in der Türkei, in Pakistan, im Libanon, im Iran, in Äthiopien und Jordanien", erklärte Uwe Kekeritz. Dort müssten Flüchtlinge unter prekären, oft sogar menschenunwürdigen Bedingungen leben.

"Deutschland ist eines der größten Waffenexportländer und wirtschaftlich einer der stärksten Global-Player. Uns kommt also eine besondere Verantwortung zu, für Frieden und globale Gerechtigkeit einzutreten", betonte der Abgeordnete. Er forderte einen höheren Beitrag Deutschlands zur Finanzierung des Welternährungsprogramms.

Um dem globalen Süden eine faire Chance auf Entwicklung zu geben, müsse der Norden wegkommen von einer hochsubventionierten, industriellen Landwirtschaft. Statt Freihandel müsse fairer Handel ermöglicht, Steuerflucht und Vermögenskonzentration verhindert werden.

Uns kommt eine besondere Verantwortung zu, für Frieden und globale Gerechtigkeit einzutreten.Uwe Kekeritz
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