Freiwillige Helfer aus Sulzbach-Rosenberg helfen Flüchtlingen
Ankommen bei Freunden

Mit 30 Gleichgesinnten rief Hans Lauterbach die Initiative ins Leben.
Politik
Sulzbach-Rosenberg
07.11.2014
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Sie haben praktisch nichts mitnehmen können, sind mittellos und oft traumatisiert: Flüchtlinge aus den Krisengebieten der Welt strömen auch in die Oberpfalz. Hier erwarten sie freiwillige Helfer. Humanität ist für die Bürger kein Fremdwort - "Sulzbach-Rosenberg hilft!"

Das Schicksal der vielen Flüchtlinge aus den aktuellen Krisenregionen bewegt viele Menschen in der Herzogstadt. Vor dem Hintergrund einer möglichen Notunterbringung in der Turnschule der Walter-Höllerer Realschule traf sich nun ein Kreis aus unterschiedlichen Bereichen wie Politik, Sozialarbeit und interessierten Bürgern in der "Hängematte", um zu erörtern, wie man helfen könne.

Vorurteile verhindern

Ziel der Initiative ist es, mögliche Ängste und Vorurteile abzubauen und den Flüchtlingen in ihrer Not mit konkreten Hilfen zur Seite zu stehen. Erfreut war man über das Erscheinen mehrerer Stadträte unterschiedlicher Fraktionen und des 3. Bürgermeisters Hans-Jürgen Reitzenstein. Initiator Hans Lauterbach sprach die einleitenden Worte, dann kamen auch Profis zu Wort, die bereits mit Flüchtlingen in der Region Amberg-Sulzbach arbeiten: Angelika Brandt vom Landratsamt Amberg-Sulzbach und Mathias Fischer aus dem Ernst-Naegelsbach-Haus zeigten die Schicksale der Betroffenen auf. Oftmals seit Wochen unterwegs, Strapazen und Lebensgefahr ausgesetzt, kämen die Flüchtlinge irgendwann in Deutschland an, mit nichts mehr als einer Plastiktüte, der eigenen Kleidung am Leib und Sandalen unter den Füßen.

Im täglichen Leben helfen

Das erste große Problem sei dann vor allem, zu zeigen, wie das Leben hier funktioniere, also z.B. Behördengänge und Erledigungen des täglichen Lebens. Schwierigkeiten bereite natürlich auch die Frage der Sprache oder der Mobilität. Insgesamt erarbeiteten die Teilnehmer an der Besprechung ein breites Feld an Unterstützungsmöglichkeiten für Flüchtlinge. Es gehe zum Beispiel darum, den Menschen, die nach Sulzbach-Rosenberg kommen, zu zeigen, wo sich die zuständigen Behörden befinden, wo man einkaufen kann, welcher Bus wohin fährt oder wo man hier entsprechende Unterstützung für diverse Probleme findet.

Hilfsaktion sucht Helfer

Der Erwerb deutscher Sprachkenntnisse sei ein weiteres Thema, vorher schon die Organisation von Dolmetschern. Und ganz praktisch gehe es natürlich auch um Dinge des täglichen Lebens wie Kleidung, Pflegeartikel, Spielzeug für Kinder etc. Die Initiative "Sulzbach-Rosenberg hilft" will sich nun regelmäßig treffen und in mehreren Arbeitsgruppen aktiv werden. Die nächste Zusammenkunft ist am Dienstag, 11. November, ab 20 Uhr in der "Hängematte". Bürger, die sich an der Hilfsaktion beteiligen wollen, sind natürlich eingeladen. Helfer kann es schließlich nie genug geben.

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Weitere Infos per Email unter SuRo.Hilft@groups.facebook.com.
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