Grüne kämpfen für Klimamanager
Beschluss noch einmal überdenken

Die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen steht nicht nur auf diesem Bild uneingeschränkt hinter Klimaschutzmanager Vincent Clarke. Von links Stadträtin Yvonne Rösel und Gaby Mutzbauer, Klimaschutzmanager Vincent Clarke und Fraktionsvorsitzender Karl-Heinz Herbst. Bild: hfz
Politik
Sulzbach-Rosenberg
24.12.2015
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Sie geben den Kampf noch nicht verloren: Der Vorstand des Ortsverbandes der Grünen/Bündnis 90 kritisiert die Ablehnung der Vertragsverlängerung des Klimaschutzmanagers Vincent Clarke und das "seltsame Verhalten der uneinsichtigen Nein-Sager-Fraktionen CSU, FWU und FDP/FWS".

Bei der extra einberufenen Sitzung erläuterte Ortsvorsitzender Karl-Heinz Herbst, dass man das Ergebnis der Abstimmung zwar akzeptieren werde, bei der sich die Stadtratsmitglieder von CSU, FWU und FDP/FWS gegen eine Verlängerung der Anstellung des Klimaschutzmanager entschieden. Jedoch überhaupt nicht zu akzeptieren sei die Art und Weise, wie man sich dagegen entschieden habe.

In Schweigen gehüllt


Normalerweise sei es im Stadtrat gute Tradition, bei verschiedener Auffassung, in einer Debatte für seine Argumente zu werben. "Doch leider hüllten sich die Mehrheitsfraktionen von CSU, FWU, FDP/FWS sowohl im öffentlichen als auch im nichtöffentlichen Teil in Verschwiegenheit und gaben nur durch die Abstimmung zu verstehen, dass sie gegen eine Verlängerung sind." So etwas habe er in den letzten sieben Jahren, seit er Stadtrat sei, noch nicht erlebt. "Das ist ganz schlechter Stil, unterste Schublade und einer Partei unwürdig", pflichtete ihm Gaby Mutzbauer bei. Bei vielen ihrer Maßnahmen habe sich die Kommune bares Geld gespart, so dass trotz Lohnkosten mehr Geld in der Kasse sei als ohne Klimaschutzmanager.

Unterstützend werde man deshalb auch die Unterschriftenaktion des Bund Naturschutz und der Umweltschutzinitiative zur Weiterbeschäftigung des Klimaschutzmanagers mittragen.

Auf die Hilfe des Klimaschutzmanagers bei vielen Sachthemen, wie Heizpumpenaustausch, PV-Eigenverbrauchsinitiative, die mögliche Gründung einer Bürgergenossenschaft, Einsparungen der Betriebskosten in der Verwaltung und vieles mehr werde die Kommune in Zukunft wohl verzichten müssen.

Tischtuch zerschnitten


Dass die Front der Nein-Sager sich ausgerechnet zu der Zeit bilde, wo sich die Weltgemeinschaft in Paris treffte, um Maßnahmen gegen die fortschreitende Klimakatastrophe zu beschließen, und sich damit einen Bärendienst erweise, stellte die weitere Ortssprecherin Yvonne Rösel fest. "Sie werden dieses Abstimmungsverhalten noch sicher bereuen. Bei den Bürgern unserer Stadt bleibt das sicher bis zu den nächsten Wahlen im Gedächtnis!"

Auch wenn das Tischtuch inzwischen zerschnitten sei, appellierte Ortssprecher Karl-Heinz Herbst an die Fraktionen von CSU, FWU und FDP/FWS, ihren Beschluss nochmals zu überdenken und alles parteipolitische Kalkül über Bord zu werfen, damit ein Handeln zum Wohle der Stadt erfolgen könne. "Denn dazu ist jeder Stadtrat verpflichtet."
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