Innenminister Hermann bei Polizeiinspektion
Lob für das Engagement

Der Minister war fasziniert vom polizeiblauen Christbaum.
Politik
Sulzbach-Rosenberg
27.12.2015
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"In der Oberpfalz scheint mehr Sonne als in Franken", stellte Joachim Herrmann fest, der bayerische Staatsminister, als er vor der Polizeiinspektion aus dem Auto stieg und sich über den strahlend blauen Himmel freute. Während des ganzen Besuchs war die Farbe Blau ein beherrschendes Thema.

Joachim Herrmann besucht jedes Jahr zu Heiligabend zwei Polizeidienststellen, und zwar eine in seinem Wahlkreis Erlangen, eine im Umkreis. Heuer hatte ihn der Bundestagsabgeordnete Alois Karl in die Herzogstadt eingeladen.

Polizisten beeindruckt


Im weihnachtlich geschmückten Lehrsaal traf der Minister mit Erstem Polizeihauptkommissar Klaus Erras, dem Leiter der Polizeiinspektion, und seinem Stellvertreter Polizeihauptkommissar Michael Kernebeck sowie den Polizisten der Dienstgruppen A und B zusammen.

Die Polizisten empfanden es als Ehre, dass der Innenminister, ihr oberster Dienstherr, das Gespräch mit ihnen suchte. Auch der Oberpfälzer Polizeipräsident Gerold Mahlmeister aus Regensburg und Leitender Polizeidirektor Josef Strobl, Abteilungsführer der VII. Bereitschaftpolizeiabteilung, waren zu dieser Begegnung gekommen. Natürlich folgten auch Landrat Richard Reisinger, Bürgermeister Michael Göth, 2. Bürgermeister Günter Koller, MdL Dr. Harald Schwartz und Dr. Patrick Fröhlich, der CSU-Ortsvorsitzende, Karls Einladung.

Erras stellte die Inspektion vor, die mit 36 Stellen eher klein ist und den Altlandkreis Sulzbach-Rosenberg betreut. 35 Beamte seien hier derzeit beschäftigt, darunter sind fünf Frauen. Erras wies besonders darauf hin, dass die Frauen die wenigsten Krankheitstage haben. Das Durchschnittsalter beträgt 47 Jahre. Stolz erwähnte Erras die hohe Aufklärungsquote von über 65 Prozent.

"Ich möchte mich herzlich bedanken für Ihre großartige Leistung vor Ort", wandte sich Minister Herrmann an die Polizisten, "stellvertretend für Ihre Kollegen in ganz Bayern." In seiner Ansprache blickte der Minister auf ein arbeitsintensives Jahr zurück. Im Juni habe der G7-Gipfel auf Schloss Elmau alle Kräfte gefordert, "es blieb keine Zeit, um durchzuschnaufen, dann kamen die Flüchtlinge."

Dadurch sei für die bayerischen Polizisten eine enorme Arbeitsbelastung entstanden, die Personaldecke wurde noch dünner. Trotzdem sei die Kriminalitätsbelastung für den Normalbürger nicht gestiegen. "Wir haben das Sicherheitsniveau aufrechterhalten", sagte der Minister, "dazu trägt das unglaubliche Engagement der Polizisten bei."

Dieses Verantwortungsbewusstsein sei aber nicht beliebig strapazierbar und dürfe nicht zum Dauerzustand werden. Er sei dem Landtag dankbar, der 1000 neue Stellen für 2016 bewilligt habe. Nicht nur darin merke man den großen Rückhalt, den die Polizei bei Staatsregierung und Landtag genieße, sondern auch in der ständig besseren Sachausstattung. So sei der Fahrzeug-Bestand stark modernisiert worden, und es gebe einen neuen, verbesserten Einsatzanzug.

Ein weiterer Schritt sei die neue Uniform, die nach und nach eingeführt werde. Fast alle Polizisten waren noch in das herkömmliche Grün gekleidet, nur Strobl trug schon das neue Blau, denn er ist zuständig für die Ausgabe der neuen Dienstkleidung. Der Leitende Polizeidirektor und der Minister waren sich einig, dass sich die neuen blauen Uniformen durch eine bessere Textilqualität und angenehmere Schnitte auszeichnen.

Blau ist neu


Erras verwies launig auf den blauen Christbaum, der im Lehrsaal glänzte. Er sei eine Hommage an die künftigen Uniformen: "Wenn alle Polizisten in Bayern die neuen blaue Dienstkleidung haben, kehren wir zu einer traditionellen grünen Tanne zurück."

Bei Kaffee, Plätzchen und Kerzenschein tauschte sich der Minister mit den Polizisten und den Politikern aus, warf immer wieder staunende Blicke auf den leuchtend polizeiblauen Weihnachtsbaum und stellte sich gern für Gruppenfotos mit den Polizisten zur Verfügung.
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