"Schule ohne Rassismus" des Gymnasiums Sulzbach-Rosenberg setzt ein Zeichen
Schüler arbeiten für Flüchtlinge

Politik
Sulzbach-Rosenberg
03.07.2015
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Was würde ich tun, wenn an der Schule, in der Nachbarschaft oder in meiner Heimatstadt Menschen diskriminiert werden, weil sie sich durch ihre Herkunft, Hautfarbe, Sprache oder Religion von anderen unterscheiden? Die Schulfamilie des Herzog-Christian-August-Gymnasiums (HCA) hat diese Frage für sich ganz klar beantwortet.

Mit der Gründung der Initiative "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" wollen die Jugendlichen zusammen mit ihren Lehrern ein deutliches Zeichen gegen Diskriminierung setzen.

Enorme Zustimmung

Unter der Leitung von Studienrat Alexander Voss beschäftigen sich Schüler der Q 11 im Projektseminar bereits seit September mit dem Anti-Diskriminierungs-Projekt "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage". Die Idee, mit nachhaltigen und langfristigen Aktivitäten und Initiativen dazu beizutragen, Rassismus zu überwinden, fand schulweit enorme Zustimmung.

Weit mehr als die von der Bundeskoordination in Berlin für das Projekt geforderten 70 Prozent der Schulfamilie unterzeichneten Erklärungen, mit denen sie sich selbst verpflichteten, aktiv - sollte es dies am HCA geben - gegen Gewalt, diskriminierende Äußerungen oder Handlungen Stellung zu beziehen, sich offen mit derartigen Problemen auseinanderzusetzen und konstruktive Lösungen, die von Achtung und gegenseitigem Respekt zeugen, zu finden. Als Pate des Projekts konnte das HCA den lokalen Fernsehsender OTV gewinnen.

Nächste Woche Aktionstag

Um Diskriminierung in jeglicher Form langfristig die Stirn zu bieten, soll es auch künftig in regelmäßigen Abständen Veranstaltungen geben, die die Schüler diesbezüglich sensibilisieren. Am Dienstag, 7. Juli, findet beispielsweise ein Aktionstag mit themenspezifischen Workshops statt. Im Beisein von Projekt-Pate OTV, Landrat Richard Reisinger und Bürgermeister Michael Göth bekommt das HCA an diesem "Toleranz-Tag" auch den Titel "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" verliehen, wodurch das Sulzbach-Rosenberger Gymnasium dann auch offiziell Teil des europaweiten Demokratie-Netzwerkes wird.

Gegen eine Spende

Obwohl das respektvolle Miteinander - unabhängig von Herkunft, Hautfarbe, Sprache oder Religion - am HCA schon immer großgeschrieben wurde, geht es in Zukunft noch mehr darum, Ideen und Projekte zum Thema Diskriminierungen und insbesondere Rassismus zu entwickeln und umzusetzen. So wird es am Dienstag, 28. Juli, einen "Sozialen Tag" geben, an dem Schüler ihre Arbeitskraft gegen eine freiwillige Spende zur Verfügung stellen. Der Erlös kommt den aus weltweiten Kriegs- und Krisengebieten stammenden, unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen zugute, die seit August 2014 im Ernst-Naegelsbach-Haus betreut werden.

Wer Schüler der 10. Klasse an diesem Tag zwischen 8 und 12 Uhr "mieten" möchte, kann eine Nachricht mit den persönlichen Kontaktdaten sowie der zu verrichtenden Tätigkeit unter 0176/61 43 26 61 hinterlassen. Für umfangreichere Aktionen können Schüler der 5. Jahrgangsstufe sogar klassenweise gebucht werden.
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