SPD-Kreistagsfraktion besichtigt Firma Amberger Werkzeugbau im Industriepark Ost
Kooperation befördert Umzug

Informationen aus erster Hand bekam die SPD-Kreistagsfraktion bei der Firma Amberger Werkzeugbau in Sulzbach-Rosenberg geboten. Geschäftsführer Rolf Schubert (Dritter von rechts) machte mit den Gästen einen Rundgang durch den Betrieb. Bild: bt
Politik
Sulzbach-Rosenberg
02.07.2016
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Warum befindet sich der Amberger Werkzeugbau nicht in Amberg, sondern hat sich in Sulzbach-Rosenberg angesiedelt? "Die Stadt Sulzbach-Rosenberg war offensichtlich kooperativer", entgegnete Geschäftsführer und Miteigentümer Rolf Schubert mit einem Schmunzeln auf die Frage von Kreisrat Achim Bender.

Vor jeder Sitzung der Kreistagsfraktion besuche man Firmen oder soziale Einrichtungen, um sich ein Bild über deren Situation zu machen, erläuterte Bender zum Hintergrund des Rundgangs durch den Betrieb im Industriepark Ost. SPD-Kreisvorsitzender Uwe Bergmann bedankte sich für die Gastfreundschaft.

Keine Monostruktur mehr


Mit dem verstärkten Ankauf von Gewerbegebieten durch die Stadt sei nach dem Konkurs der Maxhütte die Entwicklung von der Monostruktur hin zu einem Mix von Betrieben mit unterschiedlicher Beschäftigenanzahl gelungen, stellte Bender fest. So seien nach 1987 rund 20 Millionen Euro in diesem Bereich investiert worden - "mit dem Erfolg, dass sich seither 40 neue Betriebe mit 3500 Arbeitnehmern angesiedelt haben".

Mit Unterstützung der SPD-Stadtratsfraktion und der SPD-Bürgermeister habe man ein zusammenhängendes Industriegelände geschaffen. Das alles sei nicht zum Nulltarif erreicht worden. "So musste die Stadt zunächst Millionen in die Hand nehmen, damit neue Arbeitsplätze geschaffen werden konnten. Inzwischen haben die sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze sogar einen Höchststand erreicht." Das zeige, "dass dieser Weg der richtige war, manchen Unkenrufen zum Trotz".

120 Beschäftigte


Gegründet wurde die Amberger Werkzeugbau 1971 in Amberg. Inzwischen hat sie sich in Sulzbach-Rosenberg angesiedelt. Dabei sind Verwaltung, Konstruktion, Werkzeugbau sowie die Stanz- und Umformtechnik in zwei verschiedenen Standorten in der Industriestraße untergebracht, in denen 120 Arbeitnehmer beschäftigt sind, informierte Rolf Schubert. Zehn Prozent der Belegschaft sind Auszubildende. 2004 wurde als Tochterfirma ein Werk in Cluj-Napoca (Rumänien) gegründet. Handwerkliche Tätigkeit und industrielle Fertigung seien Teile der Firmenaktivitäten. Ein Vorteil sei, dass man weltweit Kunden aus den Bereichen Automobil-, Haushaltsgeräte- und Elektroindustrie sowie der Medizintechnik beliefere und somit Schwankungen bei den Aufträgen leichter ausgleichen könne, sagte Schubert. Als weiteres Plus nannte er die Qualität der produzierten Werkzeuge.
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