SPD-Kreistagsfraktion besucht St.-Anna-Krankenhaus
Versorgung direkt am Wohnort

Vorstand Klaus Emmerich (Dritter von links) stand der SPD-Kreistagsfraktion Rede und Antwort. Bild: phl
Politik
Sulzbach-Rosenberg
23.12.2015
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Baumaßnahmen und finanzielle Hintergründe erläuterte der Vorstand persönlich: Klaus Emmerich führte die Sozialdemokraten durch das Krankenhaus. Die Kreistagsfraktion der SPD informierte sich über aktuelle Fortschritte der Baumaßnahmen im St.-Anna-Krankenhaus.

Die SPD betont den gesetzlichen Auftrag der Gesundheitsfürsorge und stellt sich klar hinter die Kommunalunternehmen Krankenhäuser im Landkreis Amberg-Sulzbach. Die wohnortnahe medizinische Grund- und Notfallversorgung müsse erhalten bleiben.

Neues Anbau-Modul


Auch deswegen nahm sich Vorstand Klaus Emmerich beim Ortstermin viel Zeit für die Kreistagsfraktion. Besonders ins Auge fiel das neue Anbau-Modul, in dem der OP-Trakt nun vorübergehend untergebracht ist. Im Haupthaus wird nämlich mit viel Lärm und Staub umgebaut und saniert. Die ca. 2,2 Millionen Euro, Kosten für die Module seien also unumgänglich. In neuem Glanz erstrahlt nun der neue Eingangsbereich mit Caféteria und Empfang. Auch wenn das St.-Anna-Krankenhaus in Zukunft auf die Grund- und Regelversorgung beschränkt bleiben wird, so ist es ähnlich wie ein Hotel ein Unternehmen, das sich dem Patienten auch optisch anbieten müsse.

Und dieses Gesamtpaket aus medizinischer Professionalität und angenehmer Atmosphäre scheinen die Patienten auch zu honorieren. Mit einer Zufriedenheitsquote von 91 Prozent liegt das St.-Anna-Krankenhaus sogar noch vor dem Klinikum St. Marien Amberg und vielen privaten Kliniken.

Erhoben werden diese Werte von den Krankenkassen anhand von Patientenbefragungen. Für die St.-Johannes-Klinik Auerbach existierten solche Zahlen nicht, informierte Klaus Emmerich, da die Kassen bei kleinen Häusern keine Erhebung durchführten. Man schätze die Zufriedenheit jedoch ähnlich ein.

Gebühren müssen sein


Doch all diese Baumaßnahmen seien teuer, und nicht immer könnten dafür staatliche Fördergelder abgerufen werden, wie etwa mit der Interimslösung OP-Modul. Auch wenn diese Lösung rechnerisch günstiger sei, Fördermittel gäbe es hierfür nicht. "Das Kommunalunternehmen muss diese Kosten komplett selbst tragen!" Und so verhält es sich mit vielen der Umbaumaßnahmen, wie auch der neuen Caféteria. Und nicht zuletzt deshalb sei man gezwungen, für Parken, WLAN und andere Dienstleistungen Gebühren zu verlangen.

Mit dem Bauabschnitt I präsentierte sich eine fertige Umbaumaßnahme, die Entbindungsstation. Zwei neue Kreißsäle durften die Sozialdemokraten besichtigen. Und das Haus könne hier neben einer modernen, ansprechenden Umgebung auch Sonderwünsche bedienen. So gibt es ein Becken für Wassergeburten.
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