SPD-Stadträtinnen sprechen bei AsF über ihre Arbeit im Gremium und darüber hinaus
Frauen plaudern aus Politik-Nähkästchen

Vorsitzende Renate Dümmler freute sich über Kommunalpolitik aus erster Hand von den Stadträtinnen Bettina Moser, Andrea Haller-Trepesch und Hildegard Geismann (von links) bei den SPD-Frauen. Bild: kök
Politik
Sulzbach-Rosenberg
03.03.2016
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Was macht eigentlich der Stadtrat in seinen Sitzungen? Welche Aufgaben hat er und in welche Themenfeldern kann er sich einmischen? Was steht derzeit auf der Agenda in der Herzogstadt? Diese Fragen beantworteten die Stadträtinnen des SPD-Ortsvereins auf Einladung der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (AsF). Vielfältig waren die Themen, über die die Politikerinnen berichteten: Haushaltsberatungen, Jugendtreff, Friedhof, Seidel-Saal, Bauhof, Wohnmobilstellplatz und vieles mehr stand auf der Agenda. Die Frauen sparten auch nicht mit Kritik am politischen Gegner.

Bettina Moser schilderte ihre ersten Erfahrungen als neue Stadträtin. Sie ging auf die ISEK-Feinuntersuchung ein, erklärte die nächsten Schritte zwecks Erhaltung des SeidelSaals und verteidigte den Kauf des Bahnhofgebäudes: "Das mussten wir machen um Zugriff auf die Parkplätze zu haben." Ein Erfolg sei die vom Stadtrat verabschiedete Verkürzung der Sperrzeit. "Das hat die Lärmsituation entzerrt." Leider sei das von der SPD favorisierte Beachvolleyballfeld im alten Stadtbad abgelehnt worden. "Hier wurde die Chance vertan etwas für die Jugend in unserer Stadt zu gestalten."

Andrea Haller-Trepesch legte den Schwerpunkt auf den Ortsteil Rosenberg. Sie ging kurz auf das neue Baugebiet Siebeneichen Nord und die Parzellen in Kropfersricht ein. Eine Riesenmaßnahme in Rosenberg sei die Sanierung des Waldbades. Für über zwei Millionen werde die Sporthalle der Jahnschule erneuert. Durch den Kauf und den geplanten Abriss der Videothek erhalte die Ortsmitte neue Parkplätze. Die Stadt tue viel für Rosenberg. Haller-Trepesch lobte aber auch die Hausbesitzer: "Sie machen viel um Rosenberg attraktiv zu erhalten." Die Gestaltung der Friedhöfe erfordere ständige Anpassungen. "Mit den neuen Stelen gehen wir hier mit der Zeit."

Hildegard Geismann, die auch im Kreistag sitzt, stellte die Kreiseinrichtungen in der Herzogstadt vor. Wichtigste sei das St-Anna-Krankenhaus. Zur Finanzierung erläuterte sie den Zuhörern das System der Kreisumlage. Der Landkreis investiere vor Ort kräftig: Das HCA-Gymnasium, das Sonderpädagogische Förderzentrum, die Sanierung des Kreisbauhofs und Brandschutzmaßnahmen im LCC nannte sie als Beispiele. Geismann konnte zum Klimaschutzmanager einen Seitenhieb nicht verkneifen: "Dass gerade die Junge Union beim Zukunftsthema Nummer eins keine Notwendigkeit für einen Klimaschutzmanager sieht, ist mir unbegreiflich." Die SPD habe für eine Verlängerung gestimmt, obwohl die ursprüngliche Entscheidung befristet war. "Kommunalpolitiker sollten ihre Entscheidungen überdenken können. Das als verlogen zu bezeichnen ist kein guter Stil."
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