Stadtrat Hirschau
Gute Stube wird begrünt

Pflanztröge in verschiedenen Größen und Formen wurden den Hirschauer Stadträten bei einem Ortstermin vorgestellt. Bild: waj
Politik
Sulzbach-Rosenberg
28.09.2016
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Hausbauer kennen das Prinzip: Erst müssen die Wände stehen, dann wird langsam eingerichtet und zu guter Letzt wird der Garten angelegt. Ähnlich stellt es sich auch bei der Architektur des Hirschauer Marktplatzes dar.

Hirschau. (waj) Nachdem in diesem Jahr der Umbau der Hirschauer Innenstadt abgeschlossen wurde, machen sich die Stadträte nun ans Bepflanzen - nicht wörtlich, aber im übertragenen Sinn: Die Stadtratssitzung stand ganz im Zeichen der Begrünung des Marktplatzes.

Länglich und dunkelgrau


Bei einem Ortstermin stellte Landschaftsarchitekt Josef Garnhartner verschiedene Pflanztröge vor, die für sogenanntes mobiles Grün genutzt werden können. Zur Auswahl standen Gefäße aus Beton, aus Aluguss und auch Stahlblech. Die Farbpalette reichte von hellgrau bis hin zu terrakottarot. Relativ schnell kristallisierte sich eine Tendenz heraus, sich für konische und längliche Töpfe aus Beton in dunkelgrau zu entscheiden. Dies wurde bei der anschließenden öffentlichen Sitzung nochmal ausführlich thematisiert.

Auch Josef Garnhartner sprach sich dabei für diese Variante aus. Er fand die Farbgebung als sehr passend für den Hirschauer Marktplatz. "Die verschiedenen Formen sind sehr geeignet, um zum einen den großen Bereich selbst aufzulockern, zum anderen aber auch den angrenzenden Gastronomen zu ermöglichen, sich dem Grünkonzept anzuschließen, indem sie die für sich passenden Topfgrößen und -formen zur Gestaltung der Außensitzflächen auswählen."

Etwas länger diskutierten die Stadtratsmitglieder über die Anzahl der Töpfe, die möglichst noch im Oktober aufgestellt werden sollten. Während Garnhartner selbst für rund 30 der großen Pflanzgefäße plädierte, sprach sich Günther Schuster (FW) für maximal fünf Tröge für den Anfang aus: "Wir sollten die Innenstadt nicht zupflastern und es den Anwohnern lieber selbst überlassen, etwas Dauerhaftes zu pflanzen."

Etwas anders sah es beispielsweise Stefan Bauer (SPD). Er schloss sich Garnhartners Vorschlag an, da er die Pflanzgefäße auch als geeignet ansah, um die gewünschte Verkehrsführung damit anzuzeigen. Eine Sichtweise, die auch Bürgermeister Hermann Falk teilte. Dr. Hans-Jürgen Schönberger (CSU) schlug schließlich vor, zehn große konische, zehn kleine konische und zehn kleine rechteckige Tröge zu bestellen.

Damit könne man jetzt im Herbst noch gut testen, wie die Wirkung in der Innenstadt sei. Außerdem gelte es zu bedenken, dass man später auch in der Georg-Schiffer-Straße mobile Pflanztöpfe aufstellen wolle, wenn dort die entsprechenden Umbaumaßnahmen abgeschlossen seien. Darüber hinaus gab er zu bedenken, dass es gut sei, einige Töpfe nötigenfalls auf Vorrat zu haben, da sicherlich immer mal der eine oder andere zu Bruch gehen werde.

Ein Vorschlag dem sich die Versammlung schließlich mit fünf Gegenstimmen anschloss.
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