Handball Bayernliga
HC Sulzbach hält nur eine Halbzeit mit Anzing mit

Der Sulzbacher Sebastian Wedel beim Sprungwurf. Bild: Deisel
Sport
Sulzbach-Rosenberg
26.09.2016
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Eine starke Halbzeit schafften die Sulzbacher Handballer schon, da führten die Gastgeber mit 13:11, doch war die zweite Hälfte des Spiels noch einen Tick schlechter als die erste gut war und so drehte der SV Anzing die Partie in der Bayernliga noch und siegte nicht unverdient mit 20:18.

Nur zwei stark


23 Minuten dauerte es, ehe der erste Sulzbacher Torschütze traf, der nicht Michael Waitz oder Jiri Smolik hieß. Die beiden Rückraumschützen (Waitz 9 Tore, Smolik 4 Tore) waren aber dann auch die einzigen Feldspieler des HCS, die eine starke Vorstellung boten und die erste Halbzeit bestimmten. Der Rest des Teams zeigte sich zwar kämpferisch verbessert, doch handballerisch konnten sie wenig zur Unterstützung der beiden Torjäger beitragen. Sechs Sulzbacher Zeitstrafen in den ersten 30 Minuten sehen auf den ersten Blick zwar nach viel Engagement aus, doch es waren es meist dumme, vermeidbare Fouls, die den Tatendrang der Herzogstädter bremsten.

Trotzdem lagen die Oberpfälzer dauernd in Führung (4:3, 8:7, 12:11) und setzten auch mit einem Treffer von Kristian Forster den Schlusspunkt zum 13:11 in einer wirklich ordentlichen ersten Halbzeit. Natürlich musste Gästetrainer Hubert Müller nun auf die Übermacht der Gastgeber im Rückraum reagieren und machte dies ganz clever mit einer Manndeckung von Jiri Smolik. Der konnte zwar noch mit seinem letzten Treffer den höchsten Vorsprung (14:11) herauswerfen, doch danach fruchtete die Maßnahme des Gegners und den Herzogstädtern fiel nichts mehr ein.

Minutenlang blieb man ohne Torerfolg und nur der superstarken Leistung von Torhüter Max Lotter war es zu verdanken, dass es bis zur 44. Minute dauerte, ehe der SV Anzing erstmals selbst in Führung ging (17:18). Die Gastgeber überboten sich in dieser Phase mit teils dilettantischen technischen Fehlern und schwachen Torabschlüssen. Natürlich war manchmal auch etwas Pech dabei, doch die ordnende Hand des manngedeckten Smolik fehlte an allen Ecken und Enden.

Gefrustete Gastgeber


So brachten die Gäste den Vorsprung über die Zeit, auch weil sie eine wesentlich bessere Fehlerquote hatten und cleverer agierten als die am Ende doch ziemlich gefrusteten Gastgeber. Der 20:18-Erfolg der "Löwen" geht in Ordnung in einem Match, dass am Ende die Mannschaft gewann, die etwas routinierter spielte, auch wenn die Partie lange auf Augenhöhe war.

HC Sulzbach: Lotter, Marx (Tor); Waitz 9, Smolik 4, Mignon 2(2), Wedel 1, Marco Forster 1, Kristian Forster 1, Luber, Morcinek, Broz, Meta, Plößl, Burkhardt.
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