Handball Bayernliga
Sulzbacher Handballer gehen in Rimpar mit 17:35 baden

Sport
Sulzbach-Rosenberg
28.11.2016
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Was war denn da los mit den Sulzbacher Handballern? Vor Wochenfrist holen sich die Herzogstädter noch einen Punkt in einem begeisternden Bayernliga-Spiel gegen Unterhaching, aber am Samstagabend gingen die Jungs gegen die ähnlich stark eingeschätzte DJK Rimpar II mit einer 17:35-Niederlage völlig baden.

Schon die ersten fünf Minuten ließen erahnen, was auf die Gäste zukommen könnte. Vier technische Fehler auf Sulzbacher Seite, vier Tempogegenstöße der Rimparer und es stand 4:1 für die Gastgeber. Dann die kurze und einzige starke Phase der Oberpfälzer, die durch ihre Rückraumschützen Waitz und Smolik herankamen (8:6).

Bis dahin sah alles nach einem ganz normalen Handballspiel aus, doch die noch vorhandene Hoffnung der mitgereisten Fans war schnell zu Ende. Die Gastgeber machten jetzt ernst und warfen mit einem 8:3-Lauf einen schon vorentscheidenden 16:9-Halbzeitstand heraus. Die Sulzbacher, die bis auf den geschwächten linken Flügel mit einem angeschlagenen Stefan Ströhl und dem fehlenden Kristian Forster in Bestbesetzung antreten konnten, hatten völlig den Faden verloren und konnten weder im Angriff noch in der Abwehr Zeichen setzen, um das drohende Unheil zu verhindern.

Dieses Spielchen setzte sich auch nach der Pause unbeirrt fort. Nicht einmal die in diesen Situationen üblichen Ausreden durfte man als Entschuldigung anbringen. Der Ball war in Ordnung, das Spielfeld okay und nicht mal über die Schiedsrichter konnte man schimpfen, denn auch die waren deutlich besser disponiert als die Gästespieler. Selbst einfache Dinge klappen nicht mehr. Der Gegner hatte es da natürlich leicht und vergrößerte den Vorsprung fast nach Belieben (21:13, 31:14). Erst in den Schlussminuten hatten die Jungwölfe ihren Torhunger gestillt und erlaubten noch drei Treffer der Herzogstädter zum 35:17-Endstand.

Außer Torwart Moritz Marx, der in den letzten 20 Minuten einige tolle Paraden zeigte, war kein Spieler auf seinem gewohnten Niveau. Für das letzte Heimspiel in diesem Jahr am Samstag, 3. Dezember, gegen den TSV Friedberg ist aber trotzdem eine deutliche Leistungssteigerung Pflicht. Doch genauso unbegreiflich wie der Auftritt in Rimpar sind ja bei den Herzogstädtern auch die Schwankungen in der Formkurve, und die kann zum Glück nur nach oben zeigen.

HC Sulzbach: Lotter, Marx (Tor); Waitz 5, Smolik 4 (1), Luber 3, Marco Forster 2, Broz 1, Mignon 1, Ströhl 1, Wedel, Burkhardt.
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