Handball
Die Glücksgöttin ist eine Niederbayerin

Der aus der zweiten Mannschaft geholte Linksaußen Stefan Ströhl (am Ball), hier gegen den Landshuter Spielmacher Stefan Axthaler (rechts) und Kreisläufer Alexander Reitmeier, war bester Spieler des HC Sulzbach, krönte seine Leistung bei einem Siebenmeter in der letzten Sekunde allerdings nicht. Bild: Ziegler
Sport
Sulzbach-Rosenberg
14.02.2016
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In der letzten Sekunde bekommt der HC Sulzbach einen Siebenmeter zugesprochen. Die große Chance, im Abstiegsduell der Handball-Bayernliga gegen die TG Landshut zumindest einen Punkt zu holen.

Doch der beste Sulzbacher an diesem Abend, Stefan Ströhl, scheiterte mit seinem Wurf und so feierten die Landshuter einen 29:28-Auswärtssieg, der zwar nicht unverdient, aber am Ende doch sehr glücklich war. Die gesamte Partie über hielten die ersatzgeschwächten Gastgeber mutig dagegen, doch am Ende entpuppte sich Glücksgöttin Fortuna als Niederbayerin und die Herzogstädter konnten so ihren verdienten Lohn nicht einfahren.

Kreyßig-Brüder fehlen


Schon vor dem Spiel sprach alles für einen Erfolg der Landshuter, denn die Kreyßig-Brüder mussten sich aus beruflichen Gründen und wegen einer Verletzung abmelden. Den Verlust von Linksaußen Björn Kreyßig konnte HC-Trainer Pavel Krizek mit Stefan Ströhl aus der zweiten Mannschaft noch kompensieren, doch der Linkshänder Toni Kreyßig fehlte an allen Ecken und Enden. Trotzdem war schnell klar, dass die Mannschaft ihrem Gegner das Terrain nicht kampflos überlassen wollte.

Ein prächtig aufgelegter Jiri Smolik sorgte im Angriff für Gefahr und da Max Lotter wieder einmal eine Bank im Sulzbacher Tor war, blieb es in der ersten Hälfte ein Kopf-an-Kopf-Rennen, in dem die Gäste aber meist leicht in Führung lagen (5:4, 10:9). Den knappen Vorsprung nahmen die Niederbayern um Topwerfer Alex Reitmeier dann auch mit in die Pause (15:14). Coach Krizek fand in der Kabine wohl die richtigen Worte, denn nun folgte die stärkste Phase der Gastgeber.

Eine Sensation in der Luft


Das Mitwirken von Stefan Ströhl machte sich nicht nur in der Abwehr bemerkbar, wo der pfeilschnelle Sulzbacher als vorgezogener Spieler den Gästeangriff vor große Probleme stellte. Auch als Torjäger glänzte der Linksaußen. Da nun auch die Funke-Brüder zum Abschluss kamen, roch es bei der 24:23-Führung in der sehr gut gefüllten Krötenseehalle nach einer Sensation.

Daniel Luber, der sich auch von einem ausgekugelten Finger nicht stoppen ließ, und Marco Forster, der 60 Minuten trotz einer Erkältung durchhielt, feuerten ihr Team immer wieder an, denn nun mussten die Herzogstädter so langsam dem dünnen Kader Tribut zollen. Kurz vor Schluss dann eine Zwei-Tore-Führung der Landshuter (27:29) und die Partie schien gelaufen. Doch noch einmal kamen die Gastgeber in Reichweite (28:29) und Marco Forster holte auf Rechtsaußen in letzter Sekunde noch einen Siebenmeter heraus. Den konnte Ströhl aber nicht verwandeln.

HC Sulzbach: Tor: Lotter, Heimpel. Feld: Smolik (8/1), Ströhl (6/1), Benjamin Funke (5), Marco Forster (4), Florian Funke (3), Luber (2), Brockstedt, Kristian Forster, Meta, Krizek.
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