Handball
Ein Klassenunterschied

Der Coburger Rückraumspieler Jonathan Rivera (rechts), Routinier Johan Andersson (Mitte) und Rechtsaußen Rony Göhl (links hinten) stellen den jungen Sulzbacher Sebastian Wedel (links) beim Sprungwurf am Gästekreis, beobachtet von Stefan Ströhl (links hinten). Bild: Ziegler
Sport
Sulzbach-Rosenberg
18.04.2016
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Ein Handball-Spektakel war versprochen - und beide Mannschaften liefern den Zuschauer eines. Warum der HC Sulzbach gegen den Bayernliga-Tabellenführer HSC Coburg II klar verliert, erklärt eine Statistik.

Sulzbach. Die 29:37-Niederlage des HC Sulzbach in der Handball-Bayernliga gegen den bereits als Meister feststehenden HSC Coburg II war völlig verdient und spiegelt exakt den Klassenunterschied der beiden Teams wider. Der Hauptgrund für die Niederlage: Während den Herzogstädtern insgesamt 20 technische Fehler unterliefen, waren es bei den Gästen nur zwei.

Die Coburger bestraften jeden Lapsus der Sulzbacher gnadenlos und hatten so im Prinzip leichtes Spiel, auch wenn sich die Oberpfälzer lange mit viel Kampfgeist wehrten. So war die erste Hälfte lange durchaus ausgeglichen, da Max Lotter im Sulzbacher Tor wie gewohnt überdurchschnittlich gut hielt und weil Sebastian Wedel im Angriff schön in Szene gesetzt wurde. Auch die Flügelzange Ströhl und Forster setzte sich immer wieder durch, da die Gäste in der Anfangsphase noch nicht mit voller Konzentration ans Werk gingen. 9:9 stand es zwischenzeitlich und erst in den letzten Minuten des ersten Durchganges setzte sich der hohe Favorit etwas ab. Der 13:16-Pausenstand machte sich gut, und die Fans waren sehr zufrieden mit der Leistung ihrer Mannschaft.

Doch dann legte der Meister eine Schippe drauf. Besonders Spielmacher Hajck Karapetian zeigte nun seine außergewöhnliche Klasse und wurde wieder einmal der Alptraum der Sulzbacher Defensive. Kontinuierlich bauten die Coburger ihren Vorsprung aus, weil die Gastgeber nun ihre Fehlerquote ebenfalls erhöhten. Zwischenzeitlich waren es dann zehn Tore Rückstand und der gute Eindruck der ersten 30 Minuten war etwas verwischt, doch die letzten Treffer gehörten der Heimmannschaft, die noch etwas Ergebniskosmetik betreiben durfte.

Der torreiche 37:29-Erfolg der Coburger zeigt, dass sich die Teams angesichts der Bedeutungslosigkeit der Partie auf ihre Angriffsleistung konzentrierten, was beim Publikum gut ankam, die ein gutes Bayernligaspiel sahen, mit einem überzeugenden Favoriten als Sieger - und einer Sulzbacher Mannschaft, die nicht enttäuschte.

HC Sulzbach: Tor: Lotter, Zippe. Feld: Wedel (6), Ströhl (5), Marco Forster (5), Smolik (4), Florian Funke (3), Meta (2), Krizek (2/1), Kristian Forster (1), Benjamin Funke (1), Brockstedt.
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