HC Sulzbach hält lange mit
Kein Beinbruch für Handballer

Sport
Sulzbach-Rosenberg
18.10.2016
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Mit 28:39 verloren die Sulzbacher Handballer beim Favoriten in Bayreuth, doch das Ergebnis klingt viel schlechter, als die Leistung der Krizek-Truppe eigentlich war. Erst in der Schlussviertelstunde machten die Oberfranken aus einem spannenden Bayernligaspiel eine klare Sache, davor hatten die Wagnerstädter so ihre liebe Mühe mit dem aufmüpfigen Underdog aus der Oberpfalz. Trainer Pavel Krizek hatte einen Plan und das Team setzte den in der ersten Hälfte exakt um. Den Hauptangreifer der Gastgeber, Marius Hümpfer, nahm man in Manndeckung und so brauchten die Bayreuther einige Zeit, um sich auf diese Situation einzustellen. Auch im Angriff wurden die Vorgaben des Coaches eingehalten. Immer wieder konnten die Herzogstädter ihren eigenen Torjäger Michael Waitz in eine gute Position bringen und der Linkshänder bedankte sich mit insgesamt zehn Toren. Stimmig wurde die Angelegenheit aber wieder durch die gewohnt außergewöhnliche Torhüterleistung von Max Lotter und so stand es zur Pause nur 19:17 für den haushohen Favoriten, der die Oberpfälzer in der Vorbereitung noch locker in einem Testspiel aus der Halle geschossen hatte. Doch in der zweiten Hälfte machte sich der dünne Spielerkader der Gäste bemerkbar. Der Stammformation fehlten so langsam die Kräfte, und so wurden die Angriffe nicht mehr mit der nötigen Konzentration abgeschlossen. Zehn Minuten lang konnte man noch auf Tuchfühlung bleiben (26:22), dann setzte sich der breitere Kader der Gastgeber durch. Der Ex-Auerbacher Schöttner und die jungen Bayreuther Saborowski und Berghammer übernahmen nun den Takt und bauten die Führung konsequent aus (31:23). Die Sulzbacher hatten nun nur noch die individuelle Klasse von Michael Waitz und Marco Forster auf der Habenseite, das reichte aber nicht, um den Favoriten noch in Verlegenheit zu bringen.

Als Fazit bleibt die Erkenntnis, dass die Mannschaft durchaus phasenweise mit den Großen der Liga mithalten kann. Die etwas zu hohe 28:39-Niederlage ist kein Beinbruch, da sich nicht unerwartet kam. Gegen einen Gegner aus dem hinteren Tabellendrittel hätte die Leistung wohl für einen Punkt gereicht. Darauf muss man aufbauen, die Nerven behalten und weiter den eingeschlagenen Weg gehen.

HC Sulzbach: Lotter, Marx (Tor); Waitz 10, Marco Forster 5, Smolik 4 (3), Luber 3, Mignon 2, Ströhl 2, Wedel 2, Broz, Kristian Forster 1, Burkhardt, Morcinek.
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