Rosenberg: Das alte Klärbecken soll Kern eines neuen Kletter-Komplexes werden
Hoch hinaus überm Becken

Das alte MH-Klärbecken neben dem ehemaligen Heldrich-Areal soll Kernstück eines neuen Kletter-Komplexes werden. Noch sind aber einige Fragen zu klären. Bilder: Gebhardt (2)
Sport
Sulzbach-Rosenberg
03.04.2015
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Was hat ein Klärbecken mit Kraxeln zu tun? In Rosenberg tut sich bald eine Verbindung auf: Hinter dem neuen Anbau am ehemaligen Gasthaus Heldrich wird der Investor zwei neue Kletterhallen errichten. Der Clou: Sie schließen das Rundbecken der alten Maxhütten-Anlage mit ein.

"Das wird auf jeden Fall gebaut", ist sich Investor Ludwig Hetzenegger sicher. Zunächst will er das Becken trockenlegen und mit Beton abdichten. Dann entsteht eine runde, sogenannte Boulderhalle für Freizeit-Kletterer, mit dem "Pilz" in der Mitte, auf dem der Rundräumer bisher lief. Vieles soll erhalten bleiben von der alten MH-Kläranlage.

Vereine hoffen auf Trainingsmöglichkeiten

Es würde quasi eine 16-eckige Kuppel draufgesetzt auf das vier Meter tiefe Becken, konstruiert aus Holz und mit viel Glas, damit natürliches Licht zur Verfügung steht. Drumherum, das wünscht sich Hetzenegger, soll dann eine weitere, ähnliche Kletterhalle entstehen, noch mal fünf Meter höher, mit weitergehenden Ansprüchen. Aber über deren Nutzung steht er noch mit zwei Vereinen in Verhandlungen, die sich hier perfekte Trainingsmöglichkeiten erhoffen. Die Planungen sind schon relativ weit gediehen, auch dieses Projekt könnte heuer im Herbst noch begonnen werden.

Neue Boulderhalle

Für August ist die Eröffnung der Gewerbeeinheiten geplant, die am und im Heldrich-Haus entstehen: Musik- und Kulturzentrum, Tanzschule, Kickbox-Studio, Gastronomie, Fitness-Studio, Physiotherapie, Sauna etc. (wir berichteten). Dann soll es losgehen mit dem Bau der ersten, runden Boulderhalle. Zu klären sind vorher allerdings einige Fragen, vor allem mit dem Denkmalschutz. Denn der hat die alte MH-Kläranlage auf seiner Liste stehen. Legt sich das Amt quer, entsteht die Halle auf der anderen Seite des neuen Anbaus, signalisiert der Investor. Er will auf jeden Fall ein Rundum-Fitness-Angebot schaffen, da passt die Klettermöglichkeit perfekt hinein. Die geplanten Baukosten belaufen sich auf 760 000 Euro für die Boulderhalle - reiner Hallenbau ohne Kletterwandausbau und Außenanlagen. Zu den Kosten für die weitere Kletterhalle kann Hetzenegger noch nichts sagen.

Ins Gesamtkonzept

Klappt die Planung aber, sollen Holz-Glas-Gänge die runde Halle mit dem Fitness-Studio verbinden: "Die Halle gehört ins Gesamtsportkonzept des Projektes und soll in ihrer Größe und mit den vielfältigen Möglichkeiten ein echter Mittelpunkt für Sportler und Freizeitbegeisterte sein!", erklärt Hetzenegger. "Für aktive Klettersportler ergibt sich dann eine attraktive Gelegenheit, ihren Sport auszuleben - zwischen Regensburg und Nürnberg findet sich nichts Vergleichbares!"
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