4000 Quadratmeter für mehr Natur
Vorzeigeprojekt mit vielerlei Nutzen

Vorstellung der neuen Infotafeln mit (von links) Forstdirektor Richard Schecklmann, Bürgermeister Michael Göth, Förster Volker Binner, Lebensraumberater Balduin Schönberger, Pächter Markus Jandl und Bauhofleiter Erwin Thurner. Bild: Royer
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Sulzbach-Rosenberg
28.09.2016
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Es ist ein richtiges Vorzeigeprojekt im Landkreis: Forstdirektor Richard Schecklmann freute sich, mit der Vorstellung der Info-Tafeln im Haselgraben einen weiteren Meilenstein beim großangelegten Waldrand- und Bienenwald-Projekt vorstellen zu können.

Auf einer rund 1500 m2 großen Borkenkäferfläche in Waldrandlage pflanzten Schüler, Jungimker und Förster im März einen struktur- und blütenreichen Waldrand. Schwerpunkt bei der Auswahl der 16 verschiedenen Baum- und Straucharten war hohe Attraktivität für Bienen.

Schecklmann betonte beim Ortstermin am Montag im Beisein von Bürgermeister Michael Göth, Revierförster Volker Binner, Wildlebensraumberater Balduin Schönberger vom ALF, Markus Jandl als Ackerflächen-Pächter und Bauhofleiter Erwin Thurner, dass mit diesem vorbildlichen Projekt unter anderem auch der waldpädagogische Auftrag der Forstverwaltung erfüllt werden könne.

Binner verwies auf die beiden Schautafeln, mit denen über den Lebensraum Waldrand sowie das Bienenwald-Projekt informiert werde. Der Clou aber seien die in der Holzkonstruktion vorgesehen Rahmen, die später von den beteiligten Schulen mit Material für ein Insektenhotel gefüllt werden. Ein doppelter Nutzen also für den Erhalt einer intakten Natur. Das Sponsoring und die Installation der Tafeln übernahmen die Bayerische Forstverwaltung und die Stadt Sulzbach-Rosenberg. Die Trägerkonstruktion wurde aus unbehandelter Lärche und Douglasie vom Bauhof gefertigt.

Inhaltlich soll am Beispiel des Waldrandes die Bedeutung waldnaturschutzfachlich interessanter Fläche für den Naturhaushalt sowie die heimische Tier- und Pflanzenwelt beleuchtet werden. "Der Waldrand soll bei der Bildung für nachhaltige Entwicklung gleichzeitig als praktisches Anschauungs- und Lernprojekt für die Bienengruppen der örtlichen Schulen dienen", ergänzte der Forstmann.

Der neu gepflanzte Wald wird von einer 2500 m2 großen Acker-Blühfläche, die Pächter Markus Jandl zur Verfügung stellte, eingerahmt. Für Wildlebensraumberater Balduin Schönberger vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten ein Musterbeispiel dafür, wie neue Rückzugsgebiete für die Tierwelt geschaffen werden können. (Zum Thema)

Der Waldrand soll bei der Bildung für nachhaltige Entwicklung gleichzeitig als praktisches Anschauungs- und Lernprojekt für die Bienengruppen der örtlichen Schulen dienen.Förster Volker Binner
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