Aktionsbündnis gegründet
Wenn Armut unter uns lebt

Willi Renner, Elke Wolfsteiner, Theo Wißmüller, Peter Geiger und Manfred Leiss (von links) haben das Aktionsbündnis gegen Armut vor Ort ins Leben gerufen. Jetzt hoffen sie auf starke finanzielle Unterstützung. Bild: Royer
Vermischtes
Sulzbach-Rosenberg
25.11.2016
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Weihnachtszeit ist die Zeit der Zuwendungen und Geschenke. Doch nicht bei allen Menschen kehrt in der staaden Zeit der Frieden ein. In unserer nächsten Umgebung gibt es Menschen, die von Armut betroffen sind, die sich keine Weihnachtsgeschenke leisten können. Ein Aktionsbündnis will nun Betroffenen konkret helfen.

Ausgehend von der Ausstellung "My home is my castle" rückte das Thema Armut über eine Woche lang in der Herzogstadt und im Umland ins Blickfeld der Öffentlichkeit. Mit vielen Veranstaltungen machte die Kirchliche Allgemeine Sozialarbeit (KASA) der Diakonie auf Lebenssituationen, Schicksale und Ursachen, die im Zusammenhang mit dem Thema Armut stehen, aufmerksam.

Konkrete Hilfe


Am Rande einer dazu anberaumten Podiumsdiskussion reifte bei einigen Teilnehmern der Entschluss, sich direkt und konkret um von Armut betroffenen Menschen in der Stadt und im Landkreis zu kümmern. Entscheidend sei dabei oft die direkte finanzielle Hilfe: "Urplötzlich benötigt beispielsweise eine alleinerziehende Mutter mit Hartz IV Geld für den Austausch einer kaputten Waschmaschine, oder eine urplötzlich ohne Obdach dastehende Frau mit Arbeitslosengeld II muss sich für eine neue Wohnung Haushaltsgegenstände kaufen", schildert Theo Wißmüller von der KASA Fallbeispiele. Beim Pressegespräch zeigten er, Elke Wolfsteiner (Diakonie), Willi Renner (Hartz-IV-Gruppe), Manfred Leiss sowie Peter Geiger viele Fälle aus nächster Umgebung auf, die mehr als betroffen machen. Oft kämen bei den in Armut und Existenzangst lebenden Menschen noch verschiedene psychische Probleme hinzu. Deshalb sei es, so die übereinstimmende Meinung der Gesprächsrunde, in vielen akuten Fällen wichtig, sofort Geld als Unterstützung geben zu können.

Auf dieser Erkenntnis basiert nun die Gründung des "Aktionsbündnisses gegen Armut vor Ort". Gesammelt werden von ihm ausschließlich Spenden über das Diakonische Werk Sulzbach-Rosenberg, Verwendungszweck Einzelfallhilfe Kirchliche Allgemeine Sozialarbeit (KASA), Sparkasse, Iban DE44 7525 0000 0380 103 804. Spendenquittungen gibt es bei Bedarf von der Diakonie.

Wie die Vertreter des Aktionsbündnisses versichern, werden Spenden für die Einzelfallhilfe 1:1 an die Menschen weitergegeben, nichts bleibe in der Bürokratie hängen. Die finanzielle Unterstützung erfolgt schnell, zielgerichtet und ist stets mit weiteren Hilfs- und Beratungsangeboten der Experten verbunden.

Enger Kontakt


Ziel sei immer eine grundlegende Verbesserung der Situation. Auch würden die Spenden für Arme in der Region eingesetzt, was ein Ansporn für Firmen, Vereine und Institutionen sein könnte, um bei der Hilfe vor Ort mitzumachen. "Wir stehen mit den Menschen in engem Kontakt, wissen also sehr genau wo sie der Schuh drückt", resümiert Theo Wißmüller.

KASADie Kirchliche Allgemeine Sozialarbeit (KASA) ist die Sozialberatung der Diakonie. Sie ist Anlaufstelle für alle Arten von sozialen und materiellen Problemen. Die KASA ist flächendeckend in ganz Bayern an 68 Orten vertreten. (oy)
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