Alkohol sorgt am Rosenmontag für mächtig Arbeit bei der Polizei
Prügelei, Scherben und Promille

Symbolbild: dpa
Vermischtes
Sulzbach-Rosenberg
09.02.2016
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Gut beschäftigt war die Polizei in der Nacht von Rosenmontag auf Faschingsdienstag anlässlich der Party auf dem Luitpoldplatz und in den umliegenden Gasthäusern. Ging es zu Anfang des Abends - wohl auch aufgrund der starken Regenschauer - relativ verhalten zu, so steigerte sich die Einsatzzahl im Laufe der Nacht.

Flach mit drei Promille


Für den ersten Feierwütigen war das Faschingstreiben bereits gegen 20.15 Uhr beendet: Eine Streifenbesatzung fand den nicht mehr standfesten Zeitgenossen am Boden liegend in der Beethovenstraße auf. Ein Alkotest erbrachte einen Wert von mehr als drei Promille. Der Mann kam mit dem Rettungsdienst ins St.-Anna-Krankenhaus.

Gegen 21.55 Uhr ging die Schaufensterscheibe eines ehemaligen Grillrestaurants an der Storg-Kreuzung zu Bruch. Ein Zeuge sah vier Maskierte, die fluchtartig den Tatort Richtung Rosenberg verließen. Es entstand Schaden von etwa 400 Euro. Zur Notverschalung des Fensters rückte die Feuerwehr an. Die Polizei sucht Zeugen, die Hinweise auf die Flüchtigen geben können. Sie sollten sich unter 09661/87 44-0 mit der Dienststelle in Verbindung setzen.

Um 22.45 Uhr entstand auf dem Luitpoldplatz eine massive Auseinandersetzung zwischen zwei 17-jährigen Burschen und einem Jugendlichen (16). Die beiden Älteren brachten den Jungen zunächst zu Boden und prügelten mit Fäusten auf ihn ein, danach traten sie auch noch gegen ihn. Ein couragiertes Ehepaar aus Weigendorf griff ein, konnte die Kontrahenten trennen und die beiden Täter bis zum Eintreffen der Polizei festhalten.

Der leicht verletzte 16-Jährige kam zur Überwachung ins Krankenhaus. Dorthin wurden auch die zwei Prügler gefahren - bei ihnen hatte die Staatsanwaltschaft eine Blutentnahme angeordnet. Im Anschluss wurden sie ihren Eltern übergeben.

Widerstand geleistet


Um 23.15 Uhr schließlich randalierte ein volltrunkener 20-jähriger Sulzbach-Rosenberger vor einer Gaststätte am Kugelplatz. Polizeibeamte wollten ihn nach Hause bringen. Der junge Mann blieb jedoch uneinsichtig und renitent. Weil zu befürchten stand, dass er erneut auftauchen und für Ärger sorgen würde, mussten die Ordnungshüter ihn mit auf die Wache nehmen. Den Rest der Nacht verbrachte er im Haftraum.

Bereits gut vorgeglüht


Zusätzlich hatten die Polizeibeamten noch einige Ruhestörungen im Stadtgebiet zu bewältigen. Am Ende bleibt festzustellen, dass in allen Fällen der Alkoholmissbrauch eine wesentliche Rolle spielte. Doch richtet sich diese Botschaft nicht an Gastwirte oder Veranstalter. Vielmehr scheint es inzwischen so zu sein, dass viele junge Menschen durch Hochprozentiges "vor-" oder bereits "durchgeglüht" auf der Festmeile erschienen und so manche Situation außer Kontrolle geriet. Auch im Hinblick auf die kommende Festsaison richtet sich der Appell der Polizei an Eltern, aber auch an junge Erwachsene.
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