Alkoholmissbrauch fordert Polizei
Faschingstreiben nicht frei von Sicherheitsstörungen

Symbolbild: dpa
Vermischtes
Sulzbach-Rosenberg
09.02.2016
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Gut beschäftigt war die Polizei in der Nacht von Rosenmontag auf Faschingsdienstag anlässlich der Faschingsparty auf dem Luitpoldplatz und in den umliegenden Gasthäusern. "War es zu Anfang des Abends - wohl auch aufgrund niedergehender Regenschauer - relativ verhalten zugegangen, so steigerte sich die Einsatzhäufigkeit im Laufe der Nacht", berichtet Polizeihauptkommisar Michael Kernebeck.

Für den ersten Feierbegeisterten war das Faschingstreiben bereits gegen 20.15 Uhr beendet. Eine Streifenbesatzung fand den nicht mehr standfesten Zeitgenossen am Boden liegend in der Beethovenstraße auf. Ein Alkoholtest erbrachte einen Wert von mehr als 3 Promille. Der Mann kam mit dem Rettungsdienst in das örtliche Krankenhaus.

Gegen 21.55 Uhr ging die Schaufensterscheibe eines ehemaligen Grillrestaurants in Nähe der Storg-Kreuzung zu Bruch. Vier maskierte Personen wurden von einem Zeugen beobachtet, wie sie fluchtartig über die Rosenberger Straße den Tatort in Richtung Stadtteil Rosenberg verließen. Es entstand Sachschaden in Höhe von etwa 400 Euro. Zur Notverschalung des Fensters musste die örtliche Feuerwehr ausrücken. Im Zusammenhang mit diesem Sachbeschädigungsdelikt sucht die Polizei noch Zeugen, die Hinweise auf die flüchtigen Personen geben können. Sie werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 09661-87440 mit der örtlichen Dienststelle in Verbindung zu setzen.

Um 22.45 Uhr kam es auf dem Luitpoldplatz zu einer massiven Auseinandersetzung zwischen zwei 17-jährigen und einem 16-jährigen Jugendlichen. Die beiden Älteren brachten den Jüngeren zunächst zu Boden und prügelten mit Fäusten auf ihn ein, um danach auch noch ihre Füße gegen den am Boden liegenden Jungen zum Einsatz zu bringen. Ein couragiertes Ehepaar aus dem Gemeindebereich Weigendorf beobachtete den Vorfall und griff ein. Sie konnten die Kontrahenten trennen und die beiden Täter bis zum Eintreffen der Polizei festhalten. Der leicht verletzte 16-Jährige kam zur Überwachung in das örtliche Krankenhaus. Dorthin wurden später auch die beiden 17-Jährigen gebracht, um bei ihnen eine Blutentnahme durchzuführen. Im Anschluss daran übergaben die Beamten die jungen Männer an deren Eltern.

Um 23.15 Uhr schließlich randalierte ein volltrunkener 20-jähriger Sulzbach-Rosenberger vor einer Gaststätte am Kugelplatz. Hinzugerufene Polizeibeamte nahmen ihn in Gewahrsam und wollten ihn zunächst nach Hause bringen. Der junge Mann blieb jedoch uneinsichtig und renitent. Weil zu befürchten stand, dass er erneut auf der Szenerie auftauchen und für Ärger sorgen würde, mussten die Ordnungshüter ihn mit auf die Wache nehmen. Den Rest der Nacht verbrachte er im Haftraum der Polizeiinspektion.

Zusätzlich zu diesen Einsätzen waren durch die Polizeibeamten noch einige Ruhestörungen im Stadtgebiet zu bewältigen. Am Ende bleibt festzustellen, dass bei allen angefallenen Vorkommnissen stets der Alkohol(-missbrauch) eine wesentliche Rolle spielte. Dabei richtet sich diese Botschaft mitnichten an die Gastwirte oder Veranstalter. "Vielmehr scheint es so Usus zu sein, dass viele junge Menschen bereits durch hochprozentige Alkohol-Selbstlaborate „vor- oder bereits durchgeglüht“ auf der Festmeile erschienen und dass dadurch die eine oder andere Situation außer Kontrolle geriet", so Kernebeck.
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