Alte Videothek im Stadtteil Rosenberg weicht "Neuer Mitte"
Schlackensand im Getriebe

Der alte Konsum im Rosenberger Ortskern ist verschwunden, auf seinem Areal entstehen 14 neue Parkplätze. Die Abbrucharbeiten dauern gegenwärtig mit der Beseitigung von Altlasten noch an. Bilder: Royer (2)
Vermischtes
Sulzbach-Rosenberg
04.08.2016
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Am Ende soll die Belebung des Kernbereichs von Rosenberg stehen. Ein Teilschritt in diese Richtung ist die Schaffung einer neuen Parkfläche auf dem Areal der vormaligen Videothek. Schritt der Abbruch anfangs recht zügig voran, ist nun buchstäblich etwas Sand ins Getriebe gekommen.

Die Feinuntersuchung durch die Firma "ums" ergab, für Rosenberg funktional und städtebaulich eine "Neue Mitte" zu gestalten. Ortsbildverträgliche Sanierungen von privaten Gebäuden sollen dieses grundlegende Vorhaben flankieren. Die Experten nannten dafür den Bereich um das ehemalige Gasthaus "Waage", das Rathaus und den früheren Konsum (Videothek).

Ein Schandfleck


Letzteren nahm die Kommune mit Unterstützung der Städtebauförderung bereits in Angriff (SRZ berichtete). Anstelle des nun abgeräumten Schandflecks entstehen dort 14 neue Parkplätze. Wie die Fachleute angaben, hätten sich in diesem zweigeschossigen Gebäude wegen unterlassener Instandhaltung massive Schäden aufgezeigt. Eine Renovierung sei aus wirtschaftlicher Sicht nicht sinnvoll gewesen.

Deshalb blieb für die Stadt als neue Eigentümerin nur die Abrissbirne. Dies sei auch von Anfang an so geplant gewesen, da bereits vorgenannte städtebauliche Ziele fertig in der Schublade lagen. Und die Rosenberger trauern der verflossenen Bausünde keine Träne nach - im Gegenteil, die Hoffnung auf eine gesteigerte Attraktivität des Ortskerns, begleitet von der Entspannung der prekären Parkplatz-Situation, rückte umgehend in den Vordergrund. Nachdem der Abbruch zügig vonstatten ging, stieß die Baufirma Braun aus Ursulapoppenricht nun unter der Bodenplatte auf massiven Unterbau mit Schlackensand aus der Maxhütte - im Stadtgebiet und Umland in früheren Zeiten gängige Praxis, denn dieses Produkt war ja in Hülle und Fülle vorhanden.

Leichte Verzögerung


Nun muss der belastete Sand untersucht und fachgerecht entsorgt werden. Außerdem wird auch noch der alte Asphalt im Außenbereich abtransportiert. Der Zeitplan wird sich deshalb etwas verzögern. Zur Rosenberger Kirwa wird das Areal mit einem Bauzaun abgesichert.

Im Anschluss an das große Brauchtumsfest beginnt die Firma Pichl mit den Tiefbauarbeiten und der Erschließung von der Hauptstraße her. Bis Ende Oktober dürfte dann der erste Teil der "Neuen Mitte" als Parkfläche zur Verfügung stehen.
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