Anfragen und Anträge im Stadrat
Schuh drückt allerorten

Die Verkehrsinsel vor dem ehemaligen Storg ist kein Ruhmesblatt. Lediglich die Schale der Stadtgärtnerei ziert die Grasfläche (die inzwischen gemäht ist). Zuständig ist hier aber das Staatliche Bauamt.
 
Die Gestaltung der Parkflächen am neuen Geschäftshaus in der Hofgartenstraße missfiel Stadtrat Dr. Thomas Steiner. Sein Kritikpunkt: fehlendes Grün. Bild: Gebhardt

Viele kleine Probleme sind es, die sich in den Anfragen und Anträgen der Sitzungen des Stadtrates anhäufen. Und doch sind oft genug Sachverhalte dabei, die einer näheren Betrachtung wert sind.

"Das spottet jeder Beschreibung!" Evi Rauch (CSU) sprach in der Sitzung die Verkehrsinsel neben dem ehemaligen Kaufhaus Storg an. Sie biete einen trostlosen Anblick besonders für jene Fremden, die das Eingangstor zur Stadt passierten. Während hier die Bepflanzung mehr als kümmerlich sei, nehme der Bewuchs an der Insel am Meierfeld den Autofahrern die Sicht. Außerdem kritisierte sie einige Probleme im Rosenberger Friedhof wie den Zustand leerer Grabstätten, den Wildwuchs von Büschen und eingebrochenen Asphalt auf den Fußwegen.

Insel in staatlicher Hand


Stadtbaumeisterin Petra Schöllhorn meinte zur Storg-Insel, dass diese nicht in die Zuständigkeit der Stadt falle, sondern dem Staatlichen Bauamt zugehöre. Die Stadtgärtnerei habe lediglich einen Kübel mit Blumen hineingestellt, um wenigstens ein bisschen Farbe ins Spiel zu bringen. Sie gab zu bedenken, dass bei Pflegearbeiten an dieser Insel die Fahrbahn gesperrt werden müsste. "Die Alternative für den Freistaat wäre sicher nur das Pflastern!"

Gabi Mutzbauer (Grüne) berichtete, dass in der Maximilian-Kolbe-Straße viel zu schnell gefahren werde und regte die Aufstellung eines Messgerätes an. Wann endlich die Schaukel am Kinderspielplatz Gallmünz wieder aufgestellt werde, wollte Yvonne Rösel (Grüne) wissen.

Dr. Thomas Steiner (SPD) äußerte Kritik am Parkplatz des neuen Geschäftszentrums in der Hofgartenstraße. Hier sei offensichtlich keinerlei Begrünung vorgesehen, sondern eine komplette Versiegelung. Die Stadtbaumeisterin erklärte, dass die Stadt hier keinen Einfluss habe.

Nachbesserung an Brücke


Den Schlackenberg an zwei Samstagen komplett zu öffnen, regte Dr. Patrick Fröhlich (CSU) erneut an. Ob die Stadt bei der Nachbesserung der Bahnbrücke in Großalbershof eingebunden sei, wollte Peter Bruckner (FWU) wissen. Bürgermeister und Stadtbaumeisterin bejahten; das ursprüngliche Maß von mindestens 3,5 Metern Höhe werde auf eine längere Strecke wieder hergestellt. Baubeginn sei vermutlich Mitte September. Die Verkehrsschau werde sich mit der neuen Situation am Hofgarten befassen, erklärte Rosalia Wendl auf Anfrage von Hans-Jürgen Reitzenstein. Letzterer erkundigte sich auch nach dem neuesten Sachstand in Sachen Seidel-Saal, Parkleitsystem und "Aladin"-Abbruch.

Nach dem Sachstand des Bauleitplanes für die Photovoltaik-Anlage am Schlackenberg fragte Günter Koller (CSU). Der stocke momentan, erklärte die Stadtbaumeisterin, sie vermutete gesetzliche Änderungen in der Einspeisevergütung als Ursache beim Antragsteller. Koller regte auch an, das Thema Ganzjahresbad nicht zu vergessen und zügig die Konzepte für Technik, Wärmehalle, Becken und Verkehrsanbindung beim Waldbad auf den Weg zu bringen. Karl-Heinz Kreiner (FDP/FWS) monierte hier einen störenden Baum am Spielplatz.

Pausenhof mit einbeziehen


Den Pausenhof der Jahnschule so wie damals den der Pestalozzi-Schule mit in die Baumaßnahmen einzubeziehen, forderte Joachim Bender (SPD). Dafür sollten Mittel in den Haushalt 2017 eingestellt werden. Die Anträge zu den Parzellen am Annaberg, zur Sanierung der Spitalkirche und zur Zufahrt zum Sportpark-Komplex wurden an den Bauausschuss überwiesen.
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