Ansgar Döpp als religionslehrer in Sulzbach-Rosenberg und Poppenricht eingeführt
Mit 51 noch einmal an die Uni

Mit dem Auflegen der Hände durch Pfarrer Uwe Markert sowie Familien- und Gemeindemitgliedern wurde der neue Religionspädagoge Ansgar Döpp (Mitte) eingesegnet und willkommen geheißen. Bild: fnk

51 Jahre war Ansgar Döpp alt, als er sich entschloss, noch einmal zu studieren. Sein Weg zur kirchlichen Lehrbefähigung hat den evangelischen Theologen jetzt in die Herzogstadt geführt. An Schulen hier und in Poppenricht wird er in den nächsten beiden Jahren unterrichten.

Während eines Gottesdiensts in der St.-Johannis-Kirche nahm die evangelische Gemeinde ihren neuen Religionspädagogen Ansgar Döpp auf. Pfarrer Uwe Markert stimmte ihn darauf ein, dass er "viele nette junge Christen kennenlernen wird, die ihn natürlich auf Herz und Nieren testen". Auch die Kirchenvorstände der Gemeinden Rosenberg und Poppenricht hießen den neuen Pädagogen willkommen und wünschten sich eine harmonische Zusammenarbeit.

Der 55-jährige Diplom-Theologe entschloss sich vor vier Jahren, noch einmal zu studieren, um eine Mischung aus Pfarrer und Religionslehrer sein zu können. Ab 1. September 2016 wird er mit sieben Wochenstunden in der Gemeinde Rosenberg tätig sein. Weitere sieben Stunden Religionsunterricht gibt er an der Jahnschule, an der Grundschule in Poppenricht sowie an der Mittelschule Krötensee. Zudem engagiert er sich in den Familiengottesdiensten sowie im Kinderbereich.

Gemeinsam mit den Vertretern der Kirchenvorstände Rosenberg und Poppenricht, dem Bruder und einem Freund des Pädagogen legte Pfarrer Markert dem neuen Gemeindemitglied die Hand auf. Mit der Einsegnung trat er am Sonntag offiziell seinen Dienst an.

Westfale findet über Franken in die OberpfalzAnsgar Döpp kam 1961 im westfälischen Ennepetal bei Wuppertal als Kind einer Gießer-Familie zur Welt. Er studierte Theologie in Tübingen, Münster und Bochum. Sieben Jahre unterrichtete er als Deutschlehrer in Integrationskursen bei verschiedenen Bildungsträgern in Nürnberg. Eine Stelle als Religionslehrer an der Berufsoberschule Nürnberg schloss sich an. Als 51-Jähriger entschloss er sich, ein zweites Studium aufzunehmen, um die kirchliche Lehrbefähigung ("Vocatio") zu erwerben. Er schloss es an der Evangelischen Hochschule Nürnberg mit dem "Bachelor of Education" ab. Jetzt tritt er seinen zweijährigen Vorbereitungsdienst in Sulzbach-Rosenberg - eine Art Vikariat oder Referendariat - an. Als Hobbys nennt er Klavier und Chorsingen. Letzteres übt er im Lehrergesangverein Nürnberg aus. (fnk)
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