Anwohner der Spitalgasse klagen über gefährliche Verkehrssituationen
Eine Bahn muss reichen

Wildes Parken, Engstellen und kein Platz für Gegenverkehr: Bewohner der Spitalgasse fordern in diesem Bereich eine Einbahnregelung. Bild: Royer
Vermischtes
Sulzbach-Rosenberg
20.04.2016
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Den Wunsch nach Einrichtung einer Einbahnregelung in der Spitalgasse trugen die Anlieger Michael Bogner (rechts) und Ralf Volkert (links) Bürgermeister Michael Göth im Rathaus vor. Bild: hfz

Die Problematik ist nicht neu: Immer wieder kommt es durch mangelnde Parkmoral zu Engpässen und gefährlichen Situationen in der Altstadt. In der Spitalgasse ist der Geduldsfaden der Anlieger nun gerissen. Sie starteten eine Unterschriftenaktion, mit der sie ihren Antrag auf Einrichtung einer Einbahnstraße im Bereich der Spitalgasse untermauern.

Bekräftigt fühlen sich die dort wohnenden Bürger, wie deren Sprecher Michael Bogner und Ralf Volkert beim Pressegespräch erklärten, auch durch das Integrierte Städtebauliche Entwicklungskonzept (ISEK).

Dort heißt es unter anderem in der Staus Quo-Analyse des ruhenden Verkehrs: "Herausgestellt werden muss zudem das Problem des illegalen Parkens in der Altstadt, das regelmäßig auch an - aus Verkehrssicht - brisanten Engstellen, wie dem Stöpsel in der Rosenberger Straße/Höhe Rathaus oder der östlichen Altstadtausfahrt am Stadtturm auftritt. Betroffen von diesem Verhalten sind zumeist die Fußgänger, deren Gehwege zugeparkt werden."

Bei der Übergabe von 31 Anwohner-Unterschriften an Bürgermeister Michael Göth im Rathaus erläuterten Bogner und Volkert mit einer Begründung und mit Fotos ihren Antrag auf Einrichtung einer Einbahnstraße in der Spitalgasse. Sie soll an der Einmündung der Rosenberger Straße/Ecke Marien-Apotheke beginnen und in Richtung Kreuzung Bühlgasse verlaufen.

Hohes Tempo


Gegenüber der SRZ erklärte Michael Bogner, dass von der Frühlingsstraße aufwärts in die Spitalgasse wegen der Steigung die Geschwindigkeit selten eingehalten werde. Die Autofahrer seien viel zu schnell unterwegs. "Weil die Fahrzeuge in der Innenstadt immer mehr werden und sich die Stellplatznot zuspitzt, werden vermehrt Ausfahrten und Ausweichmöglichkeiten zugeparkt."

Hier entstünden immer öfter gefährliche Situationen, weil es keine Ausweichmöglichkeiten für die aufeinandertreffenden Fahrzeuge gebe. Auch stellten die Anlieger ein immer stärkeres Verschwinden der gegenseitigen Rücksichtnahme bei beteiligten Fahrzeuglenkern fest. Im Pressegespräch gaben Ralf Volkert und Michael Bogner weiter an, dass es sich bei der Spitalgasse um ein Wohngebiet handelt, wo zudem eine gut besuchte Tagespflegeeinrichtung für Kinder in der Altstadt beheimatet ist. "Der Gegenverkehr von der Frühlingsstraße ist meist viel zu schnell bzw. wartet in der Mehrzahl der Vorfälle nicht, wenn notgedrungen in der zweiten Reihe zum Ausladen der Einkäufe und/oder Kinder geparkt werden muss, da die Spitalgasse nur einspurig befahrbar und meist zugeparkt ist", ergänzen die Antragsteller.

Gefährliche Situationen


Daraus resultierten immer häufiger gefährliche Ausweichmanöver für die beteiligten Fahrzeuge und Fußgänger. Was weitere Probleme hervorrufe sei die Tatsache, dass die Gehsteige im oberen Bereich der Spitalgasse n zum Rangieren und Parken genutzt würden.

FazitIn ihrem Fazit befürchten die Antragsteller, dass das Leben in der Innenstadt zunehmend unattraktiv wird, falls niemand gegensteuert. Besonders Familien mit Kindern seien betroffen. Es gebe immer mehr gefährliche Situationen durch Ausweichmanöver, Bedrängen und Nötigung im Gegenverkehr sowie stark erhöhte Geschwindigkeit. Die Spitalgasse sei ihrer Meinung nach baulich nicht für Gegenverkehr ausgelegt. Außerdem befürchten sie enorme Probleme bei Not- oder Brandfällen. Die Anlieger fordern ein aktives Angehen der Straßenführung in der Altstadt, was aus ihrer Sicht bislang nur zulasten der Spitalgasse geschah. Nur so sei die Attraktivität des "Lebens in der Innenstadt" wirklich zu gewährleisten. (oy)
1 Kommentar
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ingrid bauer aus Auerbach in der Oberpfalz | 20.04.2016 | 19:36  
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