Asylsuchende ziehen ins Berufsschulzentrum um
Etwas mehr Privatsphäre

Im Großen und Ganzen hat die Öffentlichkeit vom Umzug der Flüchtlinge von der Realschulturnhalle in leerstehende Räume des Beruflichen Schulzentrums Sulzbach-Rosenberg nichts mitbekommen. Dank vieler fleißiger Helfer klappte der Wechsel der Erstaufnahmestelle völlig problemlos.
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Sulzbach-Rosenberg
31.01.2016
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Der Notfallplan des Landratsamtes funktionierte. Haupt- und Ehrenamt ergänzten sich bei der Erstaufnahme der Flüchtlinge seit August reibungslos. Immer wieder änderten sich die Belegungszahlen in der Turnhalle am Erlheimer Weg. Jetzt stand für die Asylsuchenden erneut ein Wechsel der Bleibe an. Am Zielort ist vieles anders, aber auch komfortabler.

Fast niemand hat von der Verlegung der Flüchtlinge etwas mitbekommen. Sie verabschiedeten sich jetzt mit ihren Helfern und Unterstützern von der Turnhalle am Erlheimer Weg. Bis zum Freitag war der Umzug ins Berufsschulzentrum an der Neumarkter Straße abgeschlossen. Die Oberhoheit liegt dort - wie auch schon bei der Realschule - beim Landkreis Amberg-Sulzbach. Rund 140 Personen finden dort in vier Schlafräumen vorübergehend Platz.

Wie Landrat Richard Reisinger beim Presse-Rundgang erklärte, hätten sich diese leeren Räume nach dem Wegfall der Bautechnik-Klassen sehr gut angeboten. Vorteilhaft seien die räumliche Trennung und die guten separaten Heizmöglichkeiten. Es gebe zudem zwei Untersuchungszimmer sowie einen Raum für Security und die Kreisverwaltung. Eine neu eingezogene Wand trennt den Bereich der Asylsuchenden von der übrigen Berufsschule ab.

Vorbildliche Helfer


Sichtlich erfreut nahmen die neuen Bewohner den Besuch des Landrats auf. Und wie sie in kurzen Gesprächen versicherten, werde für ihr Wohl sehr viel unternommen. Bereits am Dienstag sei der Transfer per Bus problemlos umgesetzt worden. Feuerwehr und THW hätten sich hierbei vorbildlich eingebracht. Dazu zählte auch der Aufbau der Stockbetten, die die freiwilligen Helfern mit Matratze, Kissen und Zudecke ausstatteten.

"Bedanken möchte ich mich auch bei meinem Team vom Amt und all denen, die immer tatkräftig zum Wohle der hilfesuchenden Menschen zupacken", unterstrich Reisinger. Er lobte das Engagement des ASB bei der Essensausgabe und den Einsatz der Initiative Sulzbach-Rosenberg hilft sowie den der Pfadfinder.

Geschlossener Charakter


Vorteilhaft wirken sich hier für die gegenwärtig 110 Flüchtlinge auch der geschlossene Charakter und die Vielfalt der Räumlichkeiten aus, betont der Landrat. "Vor allem Familien und Kindern kommt die neue Situation besonders zugute. Es herrscht jetzt einfach mehr Privatsphäre", gab sich Reisinger überzeugt.
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