Aus dem Jahresbericht des Beruflichen Schulzentrums
Generalsanierung in Sicht

Rückläufige Schülerzahlen verzeichnet das Berufliche Schulzentrum im Nahrungsbereich. Im Bild junge Auszubildende, die im vergangenen Schuljahr die Miele-Lehrküche in München besuchten. Bild: bba

"Unsere Schule ist bunt", hat sich das Berufliche Schulzentrum auf die Fahnen geschrieben. Sein Jahresbericht 2015/16 listet etliche Aktivitäten, um diesem Anspruch gerecht zu werden, und zeigt Zukunftsperspektiven auf.

Rund 870 junge Leute besuchten die Schule im abgelaufenen Jahr. Ihre angestrebten Berufe liegen in den Bereichen Hauswirtschaft, Ernährung und Versorgung, Sozialbetreuer und Pflegefachhelfer, Kinderpfleger, Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik, Kfz-Mechatroniker, Schreiner, Kaufleute für Büromanagement, Büro- und Industriekaufleute, Fleischerfachverkäufer und Fleischer oder Arbeitsmarktdienstleistungen. Es gab auch Klassen für Jugendliche ohne Ausbildung und berufliche Integration für Flüchtlinge.

Wechsel an der Spitze


Eine Veränderung gab es an der Spitze der Schule. Oberstudiendirektor Bernhard Kleierl löste seinen Vorgänger Reinhard Kretschmer ab. Der bisherige Schulleiter verabschiedete sich in den Ruhestand.

Ein Dauerbrenner sei die berufliche Integration der Flüchtlinge und Asylbewerber gewesen, steht es im Jahresbericht zu lesen. Das Berufliche Schulzentrum habe die gesamtgesellschaftliche Aufgabe, Zuwanderer für den Arbeitsmarkt zu qualifizieren und in den Gesellschaft zu integrieren, aktiv angenommen.

Mit einem ESF-geförderten "Berufsintegrationsjahr Soziales" werde die Qualifikation von schwächeren Schülern unterstützt. Die drei Berufsfachschulen für Kinderpflege, Sozialpflege sowie für Ernährung und Versorgung hätten sich stabil entwickelt und zu einem stetigen "Zulieferer" für die sozialen Berufe in der Region entwickelt.

Kerngeschäft im Blick


Darüber hinaus dürfe aber das Kerngeschäft von Berufsschulen als dualer Partner in der Berufsausbildung nicht außer Acht gelassen werden, betonte der Schulleiter. So verzeichne man im Bereich des Berufsgrundschuljahrs Holztechnik sowie in der Elektro- und Kfz-Technik stabile Schülerzahlen. Um besonders im Bereich der Elektromobilität auf dem neuesten Stand zu bleiben, wurden mit der OTH Amberg Kooperationsmöglichkeiten ausgelotet.

Rückläufig seien hingegen die Schülerzahlen im Nahrungsbereich. Nur durch die bereits praktizierte Berufsgruppenbeschulung könne wahrscheinlich der Standort gesichert werden. Erfreuliche Nachrichten gebe es hingegen aus dem kaufmännischen Sektor, in dem mit einer Verdoppelung der Schülerzahl bei den Fachangestellten für Arbeitsmarktdienstleistungen gerechnet werde.

Lageristen kommen dazu


Ab dem Schuljahr 2016/17 werden im Beruflichen Schulzentrum Sulzbach-Rosenberg auch Fachkräfte für Lagerlogistik und Fachlageristen ausgebildet. Positiv für die Entwicklung des Standortes sei die Entscheidung des Kreistages, spätestens ab 2018 die Generalsanierung in Angriff zu nehmen.
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