B-14-Sanierung jetzt abgeschlossen
Freie Fahrt nach Franken

(Foto: ge)
Vermischtes
Sulzbach-Rosenberg
03.11.2016
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Das Mammut-Werk ist vollbracht: Ab Freitag ist die Bundesstraße 14 wieder durchgehend befahrbar, knapp vier Kilometer neue Fahrbahn zwischen Kauerhof und Fichtelbrunn sind saniert und freigegeben. Die Odyssee durchs "Birg" ist mit dem Verschwinden der großräumigen Umleitung nun vorbei.

Die Mengen lesen sich schon gigantisch, die Arbeit hinter dem 0,8-Millionen-Euro-Projekt war es sicher auch: 4200 Kubikmeter Asphalt entfernte die Fräse, die gleiche Menge kam wieder drauf - das sind 800 Baustellen-Lkw-Ladungen voll. Die Firma Schulz aus Pfreimd setzte zur Oberflächensanierung der Bundesstraße einen riesigen Fertiger ein, der mit 8,5 Metern Arbeitsbreite die Fahrbahn in einem Rutsch wieder herstellte - ohne Zwischennaht der Spuren. Ein vorgeschalteter "Beschicker" lieferte ihm das fertig gemischte Material ständig zu. Acht bis zehn Zentimeter Trag- und drei bis vier Zentimeter Deckschicht sind jetzt neu, perfekt gewalzt, mit Sand bestreut, sauber gekehrt und mit Fahrbahnmarkierungen versehen.

Neu erscheinen auch die schwarz-weißen Leitpfosten am Straßenrand: Sie erhielten alle ein rundes Betonfundament, in das sie nur eingesteckt zu werden brauchen. Das System aus Österreich hat sich bewährt, ist pflegeleicht, lange haltbar und wird per Rüttler eingesetzt. Bis zu 80 Pfosten pro Tag schafft der Spezialist und entfernt auch gleich die alten Metallhülsen aus dem Boden.

An den Banketten verlegt der Fertiger, ein Lkw mit Spezialanbau, ein gelbes Mineral-Schotter-Gemisch, das auch das Regenwasser besser ableitet. Die Bundesstraßen erhalten übrigens seit Jahren kein mittig gewölbtes Profil mehr zum Wasserablauf, sondern die gesamte Fahrbahn ist je nach Verlauf leicht nach rechts oder links geneigt, was besonders in Kurven zu besserer Straßenlage der Fahrzeuge führt.

Am Freitag sammelt die Baufirma die Absperr-Baken wieder ein, und auch die Umleitungsschilder verschwinden - die Sperrung ist aufgehoben. Auf der AS 1 nach Bachetsfeld kehrt wieder mehr Ruhe ein. Und die Oberpfalz ist von Franken aus wieder ohne Umweg erreichbar. Rechtzeitig zum Sonntagsbraten.

Unvernunft in Serie"Rücksicht dringend nötig" hieß ein Artikel in der SRZ zu Beginn der Maßnahme, in dem Bauoberrat Stefan Noll vom Staatlichen Bauamt die Autofahrer um Disziplin bat. Geholfen hat es wenig, berichteten er und der Bauleiter unserer Zeitung: "Viele ignorierten in den 16 Tagen Bauzeit die Sperrung, manche verrückten sogar die Barrieren, um in die unmarkierte Straße einfahren zu können!" Unvernünftige Auto- und auch Lkw-Fahrer behinderten so die Straßenbauarbeiten. Besonders problematisch war das dann, wenn die heiße Beschichtung auf die abgefrästen Stellen aufgebracht wurde. "Wer da drüber fährt, schadet seinem Auto und auch dem Bau!" Glücklicherweise ist nichts passiert, aber die Unvernunft mancher Zeitgenossen verwundert die Straßenbauspezialisten dann doch immer wieder aus Neue. (ge)

Restarbeiten laufen noch weiter


Der Verkehr fließt zwar jetzt wieder auf der sanierten B 14, aber rundherum laufen noch die restlichen Arbeiten: Die zwei Parkplätze auf der Strecke erhielten ebenfalls eine neue Asphaltschicht. Zusätzlich verlegen die Arbeiter dort auch noch zum Wald hin einen breiten Rand aus Rasengittersteinen, der ein Ausfransen der Kanten durch Überfahren mit Lastwagen verhindern soll.

Erneuert werden auch die Wasserschächte, teils die Leitplanken und vieles andere Zubehör an und neben der Bundesstraße. Diese Arbeiten können ohne Sperrung weiterlaufen.

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