Bauausschuss empfiehlt elektrischen Mechanismus für neue Falttore am Rosenberger Feuerwehrhaus
Leider Tag der offenen Tür

Überaltert und undicht sind die Tore im Rosenberger Feuerwehrhaus. Der Stadtrat wird in den Haushaltsdebatten den Vorschlag einer Erneuerung mit elektrischem Antrieb diskutieren. Bild: Gebhardt
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Sulzbach-Rosenberg
01.03.2016
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Tore auf, Martinshorn und Blaulicht an, und ab zum Einsatz: Die Feuerwehr Rosenberg rückt bekanntlich schnell aus, hinterlässt aber einige Lücken: Denn die Tore des Gerätehauses bleiben dann meist offen, weil niemand mehr da ist, der sie schließen kann. Das ist aus verschiedenen Gründen nicht gut. Jetzt wird sich der Stadtrat damit befassen.

Im Jahr 1990 installierte man im damals neuen Rosenberger Feuerwehrhaus die Falttore der Marke Schuler, System Borchers, zwölf Stück an der Zahl, meist vierflügelig. Obwohl inzwischen mit Dichtungen nachgerüstet, zieht es durch die Türen gewaltig bei Kälte, und ein elektrischer Schließmechanismus ist auch nicht vorhanden. Stadtrat Hermann Völlger (SPD) monierte dies in einem Antrag, der jetzt im Umwelt-, Bau- und Planungsausschuss behandelt wurde.

Nachrüsten geht nicht


Die Verwaltung hat den Sachverhalt geprüft, und tatsächlich: "Eine Nachrüstung der Holz-Falttore beim Feuerwehrhaus Rosenberg mit einem elektrischen Antrieb zur Schließung für Fernbedienungen ist technisch fast nicht möglich bzw. mit sehr hohen Kosten verbunden."

Es gebe einige triftige Gründe, die eine Umrüstung erschwerten:
  • Die Tore sind 26 Jahre alt, die Herstellerfirma existiert nicht mehr.
  • Bei Änderungen an den Toren wird eine neue Zulassung benötigt.
  • Zwischen den einzelnen Torflügeln müssen neue Klemmschutzdichtungen zur Unfallvermeidung und Lichtschranken eingebaut werden.

Nach Rückfrage bei einer Fachfirma für Torantriebe würde der Aufwand vermutlich den gegenüber einer Neuanschaffung übersteigen. Eine Erneuerung der Tore bringe im Hinblick auf Energieeinsparung und automatische Schließung mit einer Fernbedienung sicherlich viele Vorteile, resümieren die Planer.

Beispiel Amberg


Die Tore bei der Feuerwehrwache Amberg zum Beispiel seien 2015 erneuert worden. Ihre Abmessungen entsprechen denen in Rosenberg. Amberg erhielt Alu-Falttore 4,20 mal 3,85 Meter mit Dreifach-Verglasung samt UV-Schutz, Lichtschranken-Sicherung im Schiebebereich und teils mit Schlupftüren ausgestattet.

Die Gesamtkosten für die Erneuerung der Rosenberger Toranlage veranschlagte die Stadtverwaltung auf 120 000 Euro (zehn Tore zu je 12 000 Euro). Durch die geringe Sturzhöhe können keine günstigeren Sektionaltore eingebaut werden, auch die Versorgungsleitungen an der Decke erlauben dies nicht.

Der Ausschuss verschloss sich dieser Argumentation nicht und nahm die Sitzungsvorlage zur Kenntnis. Bei den anstehenden Haushaltsberatungen wird darüber beraten.
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