Bauausschuss segnet Sanierung der Stadtmauer ab
Lose Steine als Gefahrenquelle

Eine Kulisse wie gemalt für das bunte Heerlager des Stiber-Fähnleins "Auf der Schanze". Zu deren Erhalt muss schon bald die Stadtmauer saniert werden.

Die Wehrhaftigkeit einer mittelalterlichen Stadt drückt nichts mehr aus als eine Befestigungsanlage. In Teilen ist diese als historische Mauer auch in der Herzogstadt vorhanden. Tausenden von Bürgern auch als Stiber-Kulisse am Altstadtfest bekannt. In diesem Bereich muss die Wallmauer nun saniert werden. Im Bauausschuss herrschte Einigkeit.

Es geht um zerstörte Steine, Schäden durch Bewuchs, defekte Fugen oder durchfeuchtetes Mauerwerk - im Bereich "An der Allee" sind im Laufe der Zeit an der alten Wehranlage erhebliche Mängel aufgetreten, die Standsicherheit ist nicht mehr gewährleistet. Für den Bauausschuss war klar, dass man hier um eine Sanierung nicht herumkommt.

Grundstück erworben


Bereits in seiner März-Sitzung beauftragte der Stadtrat das Ingenieurbüro Braun, Haas, Lerzer aus Neumarkt mit der statischen Voruntersuchung der Stadtmauersanierung. Die Ergebnisse daraus stellte Stefan Lerzer dem Bauausschuss detailliert per Präsentation im Rathaussaal vor.

Wie im Gremium erläutert wurde, erwarb die Stadt 2014 das Brauerei-grundstück "An der Allee" . In diesem Bereich muss jetzt die Wallmauer saniert werden, da erhebliche Mängel hinsichtlich der Standsicherheit der Grabenmauer bestehen. Nach der Schadenskartierung und photogrammetrischen (Messverfahren per Fotos) Vermessung stellten die Experten verschiedenartige Schäden an den historischen Mauersegmenten fest. In diesem Zusammenhang wurde auch die Mauer beim Garten des Marienkindergartens begutachtet. Deren Sanierung datiert aus der Mitte der 1990er Jahre.

Steine lösen sich


Auch hier treten starke Standsicherheitsmängel auf. Es lösen sich Steine, die in den Garten des Kindergartens fallen, in dem sich die Kleinen aufhalten.

Ebenso hat sich nach dem Urteil der Ingenieure teilweise der obere Bereich der sehr hohen Mauer leicht nach außen gewölbt. Diesen sperrte der Bauhof mit einem Zaun ab, da ein sehr großes Sicherheitsrisiko besteht.

Knapp 440 000 Euro


Nach Aufnahme der Schäden teilte das Fachbüro das Areal in Sanierungsabschnitte ein: 1. Stadtmauer; 2. Ringmauer und historisches Mauerstück sowie 3. Zwingermauer. In verschiedenen Schritten stehen folgende Arbeiten an: Ausbesserung der Mauerkronen und Schadstellen, Erneuerung der Fugen, Riss-Verpressungen, Fundamentverbesserung, Drainagen. Die Gesamtkostenschätzung beläuft sich auf knapp 440 000 Euro. Förderungen des Denkmalamtes und der Regierung der Oberpfalz sind in Aussicht. Der Ausschuss billigte einstimmig das Vorhaben, für das jetzt Haushaltsmittel (2016 bis 2018) beantragt werden sollen.
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