Bauernverband: Ortsbäuerin wurde wiedergewählt
Hauswirtschaft im Wandel der Zeit

Hauswirtschaftsberaterin Marianne Lindner (links) beschrieb den Wandel im häuslichen Bereich. Neben ihr die stellvertretende Kreisbäuerin Christine Niebler, gegenüber die wiedergewählten Ortsbäuerinnen Anni Bayer und Gisela Mayer (von rechts). Bild: hka

Vom Waschbrett zum Waschvollautomaten, vom ersten Elektroherd mit drei Platten zum Induktionsherd, der per App eingeschaltet werden kann - im Haushalt hat sich vieles in den vergangenen 50 Jahren rasant verändert. Bäuerinnen aus dem Sulzbach-Rosenberger Raum schwelgten in Erinnerungen.

(hka) Der Anlass für eine Zusammenkunft der Bäuerinnen des Ortsverbandes Großalbershof und Sulzbach-Rosenberg war die Neuwahl der Ortsbäuerin und ihrer Stellvertreterin.

Keine Änderungen


Diese wurde von Christine Niebler, der stellvertretenden Kreisbäuerin aus Stockau, geleitet und brachte kein überraschendes Ergebnis. Gisela Mayer aus Erlheim wurde als Ortsbäuerin wiedergewählt, ebenso ihre Stellvertreterin Anni Bayer aus Seidersberg. Beide kennen ihr Amt, das sie bereits seit 15 Jahren ununterbrochen ausüben, und beiden galt dafür der Dank der Landfrauen.

Rund 70 Mitglieder zählt der Kreis der Bäuerinnen im Ortsverband Großalbershof und Sulzbach-Rosenberg, der auch die Ortsteile Großenfalz, Forsthof und Rummersricht umfasst. Wie viele andere Vereine und Verbände gibt es aber auch hier Nachwuchssorgen: Es war nur ein kleiner Kreis von Frauen, der der Einladung in den Hotel-Gasthof Zum Bartl gefolgt war. Das Interesse der Landfrauen galt neben der Neuwahl einem Vortrag der Hauswirtschaftsberaterin Marianne Lindner aus Hahnbach. Zu ihrem Thema "Hauswirtschaft im Wandel der Zeit" konnten die Zuhörerinnen manch eigene Erfahrung und Erinnerung beitragen. Das Waschbrett und den Waschtag vor rund 50 Jahren haben viele noch erlebt, der erste Elektroherd war sozusagen eine Sensation.

Die Elektrogeräte der ersten Generation brachten zwar Arbeits- und Zeitersparnis, hatten aber, so die Fachfrau, einen hohen Wasser- und Energieverbrauch. "Eine Spülmaschine verbrauchte anfangs 70 Liter Wasser, heute nur zwölf Liter", informierte Lindner. Sie sei leiser geworden, brauche aber längerer Zeit.

Viele Vorteile


Die Rednerin zeigte viele Vorteile der heutigen Hauswirtschaft auf, aber auch Trends, denen eine Hausfrau nicht immer folgen müsse. Sie warb für den Kauf von guten statt Billig-Geräten und zerstreute die Angst vor Strahlen der Mikrowelle. Vor allem aber appellierte sie an die Frauen, mit den wertvollen Ressourcen Strom und Wasser sorgsam umzugehen.
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