Bauhof räumt im Schichtbetrieb
Schnee-Geschwader im Einsatz

Rechtzeitig Mitte Dezember in Dienst gestellt, bewährt sich der neue Unimog des Bauhofs in diesen Tagen schon prächtig. So macht das Schneeräumen Spaß! Bilder: Gebhardt (3)
Vermischtes
Sulzbach-Rosenberg
06.01.2016
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Leise rieselt der Schnee. Im dichten Flockentreiben am Dienstag taucht ein orangefarbenes Ungetüm auf - von vielen Bürgern schon sehnlichst erwartet. Denn hinter ihm ist die Straße wieder gefahrlos passierbar. Der Bauhof fährt im Schichtdienst und hat den Winter voll im Griff. Er ist eben gut vorbereitet.

Der alte Unimog hatte gut 20 Jahre auf dem Buckel, sein Nachfolger ist jetzt im Dauereinsatz: Bauhof-Chef Erwin Thurner blickt beim Besuch der SRZ in seinem Büro auf die Schichteinteilung und ist zufrieden. "Es läuft alles nach Plan. Die erste Schicht fährt von 4 bis 12.30 Uhr, die zweite von 12.30 bis 19, maximal 22 Uhr." Überstunden fallen nur an Wochenenden und Feiertagen an und bleiben im Rahmen.

Kleiner Vorgeschmack


Wie hat sich das "Geschäft" denn bisher entwickelt? Nach einem Einsatz am 23. November mit eineinhalb Zentimetern Schnee und der Reifglätte am 28. Dezember war es bisher nur der Eisregen an Silvester, der Engagement erforderte. "Hier haben wir schon gegen 13 Uhr begonnen, vor dem Regen, damit er sich nicht so schlimm auswirkt", erklärt Thurner. Und dieses Strategie war erfolgreich, "das hat echt was gebracht!"

Seit Sonntag, 3. Dezember, schneit es nun immer wieder, und die Räumtrupps sind so weit, dass sie neben der ständig bedienten Standard-Stufe I auch die Stufe II fahren können, also das Räumen der Neben- und Wohnstraßen. Die Zeit erlaubt das. Aber zum Wochenende hin prognostiziert Erwin Thurner, der über beste Wetter-Daten verfügt, schon wieder bis zu vier Grad plus. "Dann haben wir Tauwetter und Matsch überall!"

Genug Salz im Bunker


An Material wird es heuer nicht mangeln: 200 Tonnen Salz lagern schon in den Feststofftanks auf der alten Deponie am Katzenberg. "Wir liegen im 15-Jahre-Durchschnitt bei rund 550 Tonnen pro Jahr", hat Erwin Thurner ausgerechnet. Aber die Lieferanten-Lager quellen über, in zwei Tagen wäre Nachschub da, wenn's pressiert.

Die Mannschaft ist also bestens gerüstet, hat im Herbst die Räum- und Streugeräte wieder auf Vordermann gebracht und ist bereit, das weitläufige Stadtgebiet samt seinen Außenbezirken zu betreuen. Neuralgische Punkte wie der Krankenhaus-Berg werden bei Bedarf auch mehrmals täglich geräumt, Gleiches gilt für die Schulbus-Schleifen. Die Kreisstraßen, wie die Europa- und die Edelsfelder Straße, räumt der Kreisbauhof, der seine Zweigstelle in der Renner-Seitz-Straße hat. Für die Bundesstraßen, den Autobahnzubringer und die B 14 von Krötensee-Kreuzung bis Bayreuther Straße ist das Staatliche Bauamt von seiner Niederlassung in Eglsee aus zuständig.

Winter kann kommen


"Bei normalem Schneefall streuen wir nur die geringste Menge Salz", erklärt der Bauhof-Leiter, nur bei Glatteis müsse man massiv gegensteuern. Und wenn die Bevölkerung dann noch aktiv mithilft beim Gehsteig-Räumen und vorsichtig mit dem Auto fährt, kann der Winter ruhig kommen. Wenn er überhaupt will.
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