Baustellen auf der Autobahn endlich abgeschlossen
Kaum Stau-Unfälle: Profis am Werk

Oberflächen-Sanierung bei laufendem Verkehr: Während eine Spur die Fahrzeuge vorbeiführte, gingen knapp daneben die Fräs- und später die Asphaltierarbeiten reibungslos vonstatten. Bilder: Gebhardt (3)
Vermischtes
Sulzbach-Rosenberg
11.08.2016
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Ein Lastzug im soeben frisch asphaltierten Abschnitt der Autobahn - Alptraum jedes Straßenbauers. Aber bei den insgesamt sechs Wochen Sanierungszeit auf der A 6 zwischen Sulzbach und Alfeld ging es trotz vieler Staus fast ohne Unfälle ab. Verkehrspolizei und Autobahnmeisterei dürfen sich das auch auf ihre Fahnen schreiben.

Kurzer Rückblick: Zwischen den Anschlussstellen Sulzbach-Rosenberg und Alfeld wurde auf insgesamt rund 11,5 Kilometern in beiden Fahrtrichtungen auf der Autobahn ein sogenannter "lärmmindernder Dünnschicht-Asphaltbelag" aufgebracht. Dadurch verbessert sich die Lärmsituation in Poppberg deutlich. Wegen zunehmender Schäden an der alten Fahrbahndecke war eine Sanierung sowieso nötig gewesen. Der Verkehr verengte sich von zwei Spuren auf eine mit Tempo 80. Die Fräse trug die Fahrbahn bis auf zwölf Zentimeter Tiefe ab, Lastwagen transportieren das Material zum Recycling.

Spürbar leiser


In den sechs Wochen Bauzeit in beiden Richtungen wurden gewaltige Massen bewegt: Rund 85 000 Quadratmeter Asphalt fräste das Spezialgerät ab, 20 000 Tonnen Asphaltmischgut ersetzten die Lücke. Das Projekt kostet rund drei Millionen Euro. Auf dem neuen Belag wird es sogar im Auto spürbar leiser und angenehmer.

Jetzt zogen der Chef der Autobahnmeisterei Lauterhofen/Schwandorf, Hans Schwemmer, sein Vertreter Markus Käsbauer und der stellvertretende Leiter der Verkehrspolizeiinspektion Amberg, Joseph Decker, eine positive Bilanz der langen Baustellenzeit, die am Dienstag endete. Der Erste Polizeihauptkommissar berichtete von vier Vorkommnissen während der vergangenen drei Wochen auf der Baustelle Richtung Waidhaus: kleiner Auffahrunfall, ungarischer Lkw im frisch asphaltierten Bereich, abgerissener Rückspiegel an der Warnbake und eine Unachtsamkeit beim Ausfahren mit der Kehrmaschine aus der Baustelle.

Stau-Vorwarnung half


Im Juni, als die identischen Arbeiten Richtung Nürnberg liefen, gab es ebenfalls nur minimale Vorkommnisse wie das Liegenbleiben von Lastwagen auf dem Bankett. Und das bei einem Verkehrsaufkommen von bis zu 32 000 Fahrzeugen pro Tag in beiden Richtungen.

"Der gute Verlauf ist der korrekten Ausführung der verkehrsrechtlichen Anordnungen zur Sicherheit und der extra eingesetzten Stauvorwarnung in zwei Kilometern Entfernung vor der Baustelle zu verdanken", erklärte Hans Schwemmer.

Konstruktive Arbeit


Möglich habe das die vertrauensvolle, konstruktive Zusammenarbeit zwischen Autobahnmeisterei, Verkehrspolizei, Baufirma Bögl und der Dienststelle Fürth mit Projektleiterin Anett Goller gemacht.

Nun ist die Stau-Zeit vorbei, der Flüsterasphalt zeigt Wirkung, die Autobahn ist gefühlt um die Hälfte leiser auf diesen sechs Kilometern. Das danken vor allem die Anwohner. Und der positive Ablauf der Baustellen-Phase beweist: Die Verantwortlichen haben ihre Hausaufgaben mehr als gut gemacht.
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