Bauverein: Alle Wohnungen vermietet
Sparsamkeit schadet nicht

Trotz höherer Ausgaben, die so nicht vorherzusehen waren, blickt der Bauverein positiv in die Zukunft (von links): Jörg Janker (aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden), Horst Spörrer (Aufsichtsrat), Manfred Pickel (Vorstand), Peter Zimmermann (Aufsichtsratsvorsitzender), Lorenz Uschold (Vorstand) und Wolfgang Klier (Aufsichtsrat). Bild: bt

Obwohl mehr Geld für Reparaturen und Instandhaltung ausgegeben wurde - der Bauverein ist mit sich zufrieden. Zumal alle Wohnungen vermietet sind.

Bei der Mitgliederversammlung im Gasthaus Zur Linde Kleinfalz berichtete Vorstandsmitglied Manfred Pickel, dass nicht nur alle Wohnungen belegt seien, sondern es auch eine Reihe von Bewerbungen gebe. "Somit braucht sich der gemeinnützige Bauverein über mangelnden Zuspruch nicht zu beklagen."

Obwohl die Aufwendungen im vergangenen Jahr die Erträge um rund 120 000 Euro überschritten hätten, bestehe kein Grund zur Sorge in Sachen Liquidität. Das negative Ergebnis sei vor allem deshalb zustande gekommen, weil bei der Haussanierung der Unteren Gartenstraße 19 und 21 nicht vorhersehbare Kosten bei der Dachreparatur, der Komplettrenovierung von zwei Wohnungen und den Verputzarbeiten auftraten. Die zusätzlichen Ausgaben hätten über das Festgeldkonto ausgeglichen werden können.

Zu berücksichtigen sei in diesem Zusammenhang, dass in den Jahren zuvor für Renovierung und Instandhaltung wesentlich weniger ausgegeben wurde. Für die Zukunft aber schade Sparsamkeit nicht. Was nötig sei, werde natürlich gemacht. Mieterhöhungen widersprächen dem Grundgedanken des Bauvereins. "Mieten müssen erschwinglich sein", betonte Pickel.

Rund 420 000 Euro


Die verschiedenen Baumaßnahmen verschlangen 2015 laut Pickel rund 420 000 Euro. Größter Brocken seien die Untere Gartenstraße 19 und 21 mit über 210 000 Euro gewesen. Der Wirtschaftsplan 2016 sehe Ausgaben von 220 000 Euro vor.

Bei der Prüfung durch den Verband der bayerischen Wohnungsunternehmen (VdW), die alle zwei Geschäftsjahre ansteht, sei die Ertragslage als zufriedenstellend bezeichnet worden, informierte Aufsichtsratsvorsitzender Peter Zimmermann. Vorgeschlagen hätten die Prüfer lediglich die Anpassung der Satzung an gesetzliche Regelungen.

Deshalb strich die Mitgliederversammlung in der Satzung die Möglichkeit einer Dividendenzahlung. Eine kritische Diskussion gab es dann, als es darum ging, die Bestimmung herauszunehmen, dass Aufsichtsratsmitglieder nicht in einem Beschäftigungsverhältnis mit der Genossenschaft stehen dürfen. Der Antrag fand nicht die nötige Dreiviertelmehrheit.

Bei den Wahlen wurde Manfred Pickel, der satzungsgemäß aus dem Vorstand ausschied, wieder in dieses Gremium berufen. Wegen der abgelehnten Satzungsänderung stellte sich Jörg Janker, der turnusmäßig den Aufsichtsrat verließ, nicht mehr zur Verfügung. Da keine schriftliche Bewerbung vorlag, kam es zu keiner Neubesetzung.

Probleme mit Hundekot


2017 kommt eine 60-Liter-Abfalltonne. Wer noch eine benötigt, sollte sich beim Bauverein melden, riet Pickel. In der Bauvereinstraße 1 in Neukirchen gebe es Probleme mit Hundekot, hieß es. Abhilfe könnte die Gemeinde schaffen, indem sie ein Hundeklo aufstellt, lautete die Meinung dazu.
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